Bildergalerie | Das Wasserrad am Schwallech wurde eingeweiht

Was lange währt, wird endlich gut: Am heutigen Sonntag wurde das neue Wasserrad am Schwallech mit einem Festakt und Rahmenprogramm durch Staatssekretär Johannes Hintersberger, Augsburgs Kulturreferent Thomas Weitzel und Stadtwerke-Geschäftsführer Klaus-Peter Dietmayer eingeweiht.

Schön sieht es aus: Das neue Wasserrad am Schwallech | Foto: Wolfgang Czech
Schön sieht es aus: Das neue Wasserrad am Schwallech | Foto: Wolfgang Czech

Nachdem das Vorgängerrad an dieser Stelle marode geworden war, wurde es im Juli 2012 abmontiert. Seitdem wurden Spenden aus der Bevölkerung der Stadt und des Umlands sowie von lokalen Einrichtungen und Unternehmen für einen Nachfolger gesammelt. Auch das alte Rad war kein historisches: 1986 wurde es nach historischem Vorbild angefertigt und als Schaurad über dem Lechkanal an der Schwibbogengasse installiert. In Betrieb genommen wurde das aus Eichenholz konstruierte Schaurad  vom damaligen Bundeskanzler Helmut Kohl. Das seinerzeit aufgestellte Technikdenkmal hatte der Haunstetter Steuerberater Walter Settele initiiert, der dafür seinerzeit 150.000 DM eingesammelt hatte.

Einen technischen Nutzeffekt hatte dieses Schaurad zwar nicht, es erinnerte aber an ein um 1840 erbautes, nahe gelegenes Wasserrad amSchwallech. Über die Jahre ist diese Attraktion des Lechviertels den Augsburgern ans Herz gewachsen. Auch das neue Rad übernimmt keine technische Funktion, sondern dient als Denkmal für die mehr als hundert Wasserräder in den Augsburger Lechkanälen, die zum Beispiel Mitte des 18. Jahrhunderts Getreide-, Säge-, Schleif-, Polier-, Öl-, Walk- und Papiermühlen, Wasserwerke und Hammerwerke antrieben. Das neue Wasserrad ist übrigens wie sein Vorgänger ein sogenanntes Pansterrad: Derartige Räder konnten bei Bedarf – wenn Flöße durchfahren sollten oder bei Eisgang – aus dem Kanal gehoben werden. Dazu sowie zu den historischen Wasserrädern und ihrer wirtschaftlichen Bedeutung für Augsburg gibt jetzt eine neue Informationstafel beim Wasserrad Auskunft.

Dass sich das neue Rad nunmehr über dem Schwallech dreht, ist insbesondere den Stadtwerken Augsburg zu verdanken. Die Stadtwerke sponserten den größten Teil der Kosten von rund 124.000 Euro. Die Firma Holz Denzel aus Wertingen hat das etwa vier Tonnen schwere Eichenholzrad mit einer holzverkleideten Edelstahlwelle konstruiert. Einen Großteil ihrer Arbeit hat das Unternehmen nicht in Rechnung gestellt – ebenso wie die Firma Montec International, die das Rad nach Augsburg transportierte.

Organisatorisch betreut wurden die Spendenaktion und die Aufstellung des Schaurads von der Regio Augsburg Tourismus GmbH. Im Rückblick ist Tourismusdirektor Götz Beck vor allem für die Unterstützung durch die Stadtwerke Augsburg dankbar: „Ohne diese Hilfe wäre das wohl noch lange nichts geworden“. Bei der technischen Umsetzung wurde die Regio insbesondere vom ehemaligen Handwerkskammerpräsidenten Jürgen Schmid sowie von Karoline Pusch und Markus Haller von der Abteilung Wasser- und Brückenbau im Tiefbauamt der Stadt Augsburg beraten.

Presse Augsburg Fotograf Wolfgang Czech war für Sie dabei:

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