Harte Weihnachtszeit | Kangaroos kassieren desaströser Niederlage gegen Vilsbiburg

Statt unter dem Motto „besinnliche Weihnachten“ endete das Sportjahr 2016 am Samstagabend für die BG TOPSTAR Leitershofen/Stadtbergen in der Kategorie „brennender Baum“. Die Kangaroos unterlagen im letzten Vorrundenspiel in der 1. Regionalliga Südost den Baskets Vilsbiburg nach desolater Leistung mit 52:111 (27:49) und gehen damit weiterhin auf Platz 12 notiert in die dreiwöchige Winterpause. Ein Platz, der aufgrund der aktuellen Konstellationen in der zweiten Bundesliga momentan den Abstieg bedeuten würde.

Adnan Badnjevic war enttäuscht | Archivfoto: Dominik Mesch

Die Vorzeichen standen bekanntermaßen schon vor der Partie nicht besonders gut für die BG. Mit Emanuel Richter und Dominik Veney fehlten nicht nur die beiden erfahrensten Akteure im Team, sondern auch die Leader auf dem Feld. Vilsbiburg konnte hingegen in bester Formation antreten und kam mit einer Serie von mehreren dreistelligen Siegen in Folge selbstbewusst in die Stadtberger Sporthalle. Und was die Gegner der Niederbayern in den letzten Wochen schon nicht geschafft hatten, blieb auch der Leitershofer Nachwuchstruppe verwehrt, bei der außer Nedim Hadzovic und Josh Hart kein Spieler auf dem Feld stand, der älter als 22 Jahre war. In der Startphase agierte die BG trotzdem wie fast immer ganz ansprechend, zwei Mal führte man sogar zu Beginn der Partie und bis zur siebten Minute stand es gerade einmal 12:14. Dann folgte jedoch das immer selbe Muster im Leitershofer Spiel: Der Gegner stellt sich auf die Kangaroos ein, erhöht das Tempo, die Stadtberger haben keine passende Antwort, die Fehlerquote erhöht sich, die Köpfe beginnen zu hängen. Dann kassiert man ein paar Körbe, vergibt ein paar leichte Chancen und liegt plötzlich zehn Punkte zurück. Oft passierte dies in den letzten Wochen erst im dritten oder vierten Viertel und führte noch zu erträglichen Ergebnissen, am Samstag begann demzufolge aber schon in den ersten zehn Minuten fast schon eine Form, die man als Abschlachten bezeichnen kann.

Denn es folgte was folgen musste. Der spielfreudige Gegner gewann zunehmend Gefallen an der uninspirierten Vorstellung der Stadtberger und war wahrscheinlich selbst verwundert, wie oft die Kangaroos sie mit direkten Fehlpässen zu Fastbreaks einluden. Vor allem John Boyer war wieder einmal nicht zu stoppen, 13 Steals hatte der US-Amerikaner mit britischem Pass am Ende auf seinem Konto. Er hatte so viel Spaß am bunten Treiben, dass er trotz hoher Führung erst in der 38. Spielminute zum ersten Mal das Feld verließ. Natürlich war die individuelle Klasse der mit vier ausländischen Profis angetreten Vilsbiburger auch eine andere als die der Letershofer, die Vorstellung der Kangaroos als solches sollte dies aber nicht entschuldigen. Denn es fehlte an diesem Abend einfach an allem, dieses Mal auch am Kampfgeist und an der Einstellung.

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