Kernkraftwerk Gundremmingen | Reparatur bei abgeschaltetem Reaktor erforderlich

Block C des Kernkraftwerks Gundremmingen ist nach Abschluss des Brennelementwechsels wieder ans Netz gegangen und wird gegenwärtig auf volle Leistung angehoben, um vorgeschriebene Prüfungen der Anlagentechnik vorzunehmen.

Bild: Kernkraftwerk Gundremmingen

Bei einer Routinekontrolle während des Anfahrens hat das Betriebspersonal eine geringfügige Undichtigkeit an einem Ventilgehäuse im Sicherheitsbehälter, dem geschlossenen Bereich des Reaktorgebäudes, festgestellt. Dabei handelt es sich um eine „Spiegelleckage“ – der Austritt ist von Dampf ist so gering, dass er zum Beschlagen eines Spiegels führen kann, ansonsten aber kaum feststellbar ist. Eine Reparatur hat bei abgeschaltetem Reaktor zu erfolgen. Deshalb wird Block C in der kommenden Woche vom Netz genommen und voraussichtlich für einige Tage abgeschaltet. Das Bayerische Umweltministerium als zuständige Aufsichtsbehörde wurde über den Befund informiert. Meldepflicht besteht bei derartig kleinen Leckagen nicht.

In Block C sind neben bereits genutzten auch 72 frische Brennelemente in den Reaktor eingesetzt worden. Nach Abschaltung der Anlage Mitte Dezember wurden zunächst alle 784 bis dahin eingesetzten Brennelemente einzeln überprüft, da die Betriebsüberwachung im voran gegangenen Produktionszyklus Hinweise auf einen Brennelementdefekt ergeben hatte. Diese Prüfung ergab einen Defekt an einem Uranbrennelement, das ausgetauscht wurde.

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