Promovieren mit Behinderung – Uni Augsburg konnte drei der 15 bundesweiten Stellen einwerben

PROMI steht für „Promotion inklusive“. Dabei handelt es sich um ein vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) gefördertes Projekt, das qualifizierten Nachwuchswissenschaftlerinnen und –wissenschaftlern ein Promovieren mit Behinderung leichter machen soll. Von den 15 Promotionsstellen, die im vergangenen Jahr im Rahmen von PROMI bundesweit zur Verfügung gestellt wurden, konnte die Universität Augsburg allein drei einwerben.

Andreas Thom (links) und Sebastian Walser arbeiten und promovieren auf zwei der drei PROMI-Stellen, die die Universität Augsburg in der letzten Projektrunde einwerben konnte. | Foto: Klaus Satzger-Viel
Andreas Thom (links) und Sebastian Walser arbeiten und promovieren auf zwei der drei PROMI-Stellen, die die Universität Augsburg in der letzten Projektrunde einwerben konnte. | Foto: Klaus Satzger-Viel

Besetzt wurden diese Stellen jetzt mit der Erziehungswissenschaftlerin Lucielle Pioch sowie mit den beiden Theologen Andreas Thom und Sebastian Walser. „Wir sehen dies zum einen als Bestätigung unseres Anspruchs, uns als Universität in Sachen Inklusion beispielgebend zu engagieren; zum anderen aber freuen wir uns v. a. darüber, dass wir dank PROMI drei hochqualifizierte Nachwuchskräfte für unseren Mittelbau gewinnen konnten“, so Vizepräsident Prof. Dr. Werner Schneider.

Im Rahmen des Projektes PROMI erhalten insgesamt 45 Universitätsabsolventinnen und -absolventen mit einer Behinderung die Möglichkeit zur Promotion. Zwischen 2013 und 2015 werden jährlich 15 zusätzliche halbe Stellen für wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an 15 Partneruniversitäten in ganz Deutschland eingerichtet. Bei den Promotionsstellen handelt es sich um dreijährige sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse im Umfang einer halben TV-L 13 Stelle, die zu 30 Prozent von der jeweiligen Universität und zu 70 Prozent von den Integrationsämtern, Arbeitsagenturen/ Jobcentern und vom BMAS finanziert werden. Die Promovierenden sind somit finanziell abgesichert und haben ein Rechtsanspruch auf notwendige berufliche Reha-Leistungen.

Die Leitung des Projektes sowie die wissenschaftliche Begleitung und Evaluation liegen bei Prof. Dr. Mathilde Niehaus und Prof. Dr. Thomas Kaul von der Universität zu Köln. Kooperationspartner sind der Arbeitgeberservice Schwerbehinderte Akademiker der ZAV der Bundesagentur für Arbeit und das Unternehmensforum, das die Brücke zur Wirtschaft herstellt. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales gefördert.

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