Wenn einem die Spucke wegbleibt | Schwäbisches Speicheldrüsenzentrum in Haunstetten eröffnet

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Nur die wenigsten wissen: Speichel ist überlebenswichtig. Viele kleine und große Speicheldrüsen sorgen deshalb für die tägliche Produktion von bis zu eineinhalb Litern „Spucke“. Sie sorgt unter anderem dafür, dass Speisen vorverdaut, leicht durch den Rachenraum gleiten und geschluckt werden können. Auch Sprechen wäre ohne Speichel nicht möglich. Weitere Aufgaben der Körperflüssigkeit sind Immunabwehr und Zahnpflege. So weit, so selbstverständlich.

Prof. Zenk zeigt einen der Eingriffsräume des Schwäbischen Speicheldrüsenzentrum
Prof. Zenk zeigt einen der Eingriffsräume des Schwäbischen Speicheldrüsenzentrum

Doch für weit über 400 Menschen in der Region ist es das nicht. Pro Jahr werden genauso viele Patienten in der Klinik für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde am Klinikum Augsburg-Süd unter Leitung von Chefarzt Prof. Johannes Zenk an den Speicheldrüsen operiert und behandelt. Steine, Entzündungen und Tumore in den Speicheldrüsen – im menschlichen Organismus gibt es neben den drei großen ungefähr 1000 kleine – verhindern bei diesen Patienten die ordnungsgemäße Produktion von Speichel.

Früher wurden erkrankte Drüsen komplett entfernt. Das gehört inzwischen der (Medizin)-Geschichte an. Selbst Salatblätter oder Karpfengräten können heute mithilfe von Endoskopen mit einem Durchmesser von 0,8 bis 1,6 Millimetern (!) aus den Speichelgängen entfernt werden. Modernste Ultraschalltechnik, elektronisches Monitoring und die Nervenstimulation ermöglichen eine Technik der sogenannten isolierten Tumorentfernung. Der Patient hat dadurch nicht nur geringere kosmetische Probleme. Durch die invasive Tumorchirurgie entstehen in der Folge auch weniger Akutschäden der Gesichtsnerven.

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