Die Arbeiterwohlfahrt Schwaben würdigte das Jubliäum 100 Jahre Frauenwahlrecht mit einer großen Gala im Augsburger Textil- und Industriemuseum.

Die Bundestagsabgeordnete Ulrike Bahr, Stellv. Präsidiumsvorsitzende und Gleichstellungsbeauftragte der AWO Schwaben, Brigitte Protschka, sowie Augsburgs Bürgermeisterin Eva Weber. | Foto: Daniela Ziegler

Über den großen Zuspruch freute sich insbesondere die stellvertretende Präsidiumsvorsitzende und Gleichstellungsbeauftragte Brigitte Protschka besonders. Rund 150 Gäste aus Wohlfahrt, Wirtschaft und Politik blickten mit ihr auf Vergangenes, Gegenwart und Zukunft im Frauenwahlrecht zurück. Es sei unbestritten, dass es an einigen Stellen noch nicht gelungen ist, die Frauen gleichberechtigt zu beteiligen, sagte sie und verwies auf die Armutsgefährdungsquote im Alter in Bayern. Zweidrittel der Betroffenen seien Frauen.

Podiumsdiskussion von links: Moderatorin Angie Stifter, die Augsburger Gleichstellungsbeauftragte Barbara Emrich, Tanja Thalmeier und Mario Dalla Torre vom Vorstand der BSG-Allgäu, MdL Dr. Simone Strohmayr und Ulrike Alban, Leiterin des AWO-Zentrums für Aidsarbeit Schwaben. Foto: Daniela Ziegler

Die Augsburger Bürgermeisterin Eva Weber sprach sich in ihrem Grußwort vor allem für Mut und gegenseitige Unterstützung der Frauen aus. Eine historische Einführung ins Thema bot die Bundestagsabgeordnete Ulrike Bahr und machte auf die Gefahr einer Kehrtwende in der Gleichstellung etwa durch entsprechende AfD-Kampagnen aufmerksam.

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In einer szenischen Lesung ließen Julia Jaschke und Annette Wunsch vom Theater Kempten die Ansichten von anno dazumal und deren Gegenmeinungen Revue passieren. Eine Podiumsdiskussion gab aktuelle Impulse. Hierbei vertrat die frauenpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Dr. Simone Strohmayr, unter anderem auch die Forderung der AWO Schwaben nach höheren Löhnen und Tarifbindung in Erziehungs- und Pflegeberufen. Umrahmt wurde die Gala musikalisch von Gwen Luna und Frederik Haug, kulinarisch mit sommerlich leichten Genüssen des Restaurants nunó.