Auch am Mittwoch haben bis zum frühen Nachmittag wieder 12.000 Beschäftigte aus insgesamt 39 Betrieben die bayerische Metall- und Elektroindustrie bestreikt.

In Augsburg und Region lag der Fokus heute auf Dillingen. An der großen zentralen Kundgebung, der ein Demonstrationszug vorausgezogen ist, haben 1100 Warnstreikende teilgenommen. Beteiligt waren die Betriebe: BSH Hausgeräte, Same Deutz Fahr Deutschland, Röhm, LMV Johann Horn, Bezirksleiter der IG Metall Bayern, sagt: „ Mit unseren massiven Warnstreiks in Bayern erzeugen wir ordentlich Rückenwind“. Für die kommenden Verhandlungen ist dies auch nötig.Img 2272

Roberto Armellini, 1. Bevollmächtigter IG Metall Augsburg sagt: „Der heutige Warnstreik zeigt deutlich, dass die Arbeitgeber jetzt reagieren müssen. Die Beschäftigten wollen ihr Stück vom Kuchen haben. Für Sie ist es angesichts der steigenden Preise nicht nur eine Notwendigkeit, sondern auch ein Zeichen der Anerkennung. Sie sind bereit, wenn nötig, dass in den 24 Stunden-Streiks zu zeigen!“

Der Arbeitgeberverband vbm hatte in der vierten Tarifverhandlung immer noch keine Prozentzahl für eine Entgelterhöhung angeboten. Die IG Metall fordert für die rund 855.000 Beschäftigten in der bayerischen Metall- und Elektroindustrie 8 Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Img 2110

Morgen folgt eine weitere Kundgebung. Die IG Metall Augsburg ruft zur zentralen Kundgebungen mit anschließender Arbeitsniederlegung in Donauwörth am 17.11.2022 auf. Der Kundgebung werden zwei Demonstrationszüge vorausgehen.