12:0! | FCA-Regionalligateam demütigt Seligenporten – Sieben Tore von Richter

12:0! Das Regionalligateam des FC Augsburg hatte Aufsteiger SV Seligenporten am gestrigen Nachmittag eine echte Lehrstunde erteilt. Einen besonderen Anteil an der Gala hatte Angreifer Marco Richter der alleine siebenmal traf.

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Nach 9 Toren ist hier der Platz zu Ende. Die Anzeigetafel des Rosenaustadions. | Foto: Wolfgang Czech

Das der FC Augsburg an diesem Wochenende Regionalliga-Geschichte schreiben würde, war nicht zu erwarten, und doch kam es genau so. Nie zuvor endete ein Spiel in dieser Klasse mit einem 12-Tore-Abstand, noch nie hatte ein Spieler zuvor in einer Partie siebenmal getroffen. 320 Zuschauer waren im Rosenaustadion Zeuge, als sich das Team von Trainer Christian Wörns diese Einträge in die Geschichtsbücher sicherte.

Von Beginn an zeigte der FCA II das sie gewillt waren den zweiten Sieg in der noch jungen Spielzeit zu einzufahren. Bereits nach vier Minuten überwand Albion Vrenezi nach einem sehenswerten Solo Seligenportens Schlussmann Christopher Pfeiffer zum ersten, bei weitem aber nicht zum letzten Mal. Rund eine Viertelstunde später begann sie dann, die Gala des Marco Richter. Der erste Versucht landete noch am Lattenkreuz (19.), sieben Minuten später klappte es nach Vorarbeit von Bekiroglu dann besser (26.). Nur wenige Sekunden später folgte das 3:0 durch Günther-Schmidt der nach einem von Pfeifer verursachten Foulelfmeter souverän verwandelte.

Das Spiel war gelaufen. Jetzt konnte man einen Gang zurückschalten. Ja, normalerweise passiert nun sowas, doch nicht beim FCA am gestrigen Nachmittag. Die junge Truppe wollte nun mehr. Besonders Marco Richter wollte zeigen, dass es ein Fehler von Trainer Dirk Schuster war ihn nicht für das Trainingslager der Bundesligamannschaft (ab heute in Südtirol) einzuladen. Noch viermal traf er bis zum Halbzeitpfiff. Gerade einmal 17 Minuten hatte er für seine fünf „Buden“ benötigt. Auch dies rekordverdächtig.

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Wer meinte der Seitenwechsel würde einen kleinen Bruch im Spiel der Zirbelnusskicker mit sich bringen wurde schnell eines Besseren belehrt. Fünf Minuten nach dem Anspiel der zweiten Spielhälfte markierte Bekiroglu das 8:0. Neun Minuten später war es dann erneut Richter der einen Freistoß per Kopf zum 9:0 verlängerte. Als er wenige Zeigerumdrehungen später ein weiteres Tor folgen ließ, stand Augsburg vor einem organisatorischen Problem. Die manuelle Anzeigetafel im Rosenaustadtion konnte keinen zweistelligen Trefferwert anzeigen. Nach etwas Improvisationsarbeit gelang den Fuggerstädtern dies aber auch noch. Zum Glück, sonst hätten Richters 25-Meter-Winkel-Knaller und Bekirglus Schlussstrich unter den Torreigen keinen Weg mehr an die Tafel gefunden.

In der letzten Spielzeit gerade noch über die Relegation gerettet, zeigt sich der FCA II bisher in einer blendenden Frühform. Nach drei Spielen ist die „Zwoite“ ungeschlagen (2 Siege, 1 Unentschieden) und hat sich für den Moment den zweiten Rang hinter Unterhaching gesichert. Für Marco Richter dürfte sich seine Leistung wohl bald auszahlen. Manager Stefan Reuter hatte ihm schon vor der Partie in Aussicht gestellt, bei entsprechenden Leistungen wohl bald in das Training der ersten Mannschaft aufzurutschen. Auch ein Profivertrag für den 19-jährigen scheint nun in greifbarer Nähe.

„Ich habe als Profi und Trainer schon einiges erlebt, so etwas aber noch nicht. Es ist auch schwer, in Worte zu fassen. Mit so einem Ergebnis war nicht zu rechnen. Unsere Mannschaft hat das hervorragend gemacht. Seligenporten hatte auf der anderen Seite keinen guten Tag erwischt.“, Trainer Christian Wörns nach dem Spiel.

FC Augsburg: Kastenmaier – Schuster, Reinhardt (51. Volk), Della Schiava, Okoroji, Günther-Schmidt (62. Benedict-Laverty), Thiel, Kurz (46. Ramser), Bekiroglu, Vrenezi, Richter