14-jähriger Jugendlicher soll 12-Jährige im Freibad missbraucht haben – Das sagt die Stadt Augsburg

Am vergangenen Samstagabend soll ein 14-jähriger Jugendlicher ein 12-jähriges Mädchen im Augsburger Familienbad sexuell missbraucht haben (wir berichteten). Im Internet werden dazu die wildesten Geschichten verbreitet, gegenüber Presse Augsburg bezieht die Stadt Augsburg als Betreiber jetzt dazu Stellung.

2014-07-11-FCA-NLZ-–-wurm 14-jähriger Jugendlicher soll 12-Jährige im Freibad missbraucht haben - Das sagt die Stadt Augsburg News Politik Polizei & Co Augsburg Dirk Wurm Familienbad Sextäter | Presse Augsburg
Augsburgs Referent Dirk Wurm bezieht Stellung.

Am vergangenen Samstag soll ein 14 Jahre alter Jugendlicher einem 12 Jahre alten Mädchen aus Augsburg im Freibad an der Schwimmschulstraße in eine Duschkabine gefolgt sein und sie dort unsittlich berührt haben.

Das Mädchen hatte sich danach der Aufsicht des Bads anvertraut, der wiederum die Polizei verständigte. Der 14-Jährige wurde vom Bademeister der alarmierten Polizei übergeben. So wird der Sachverhalt von der Polizei mitgeteilt. Im Internet werden zu diesem Vorfall aber ganz andere wilde Geschichten verbreitet. Besonders auf einer laut Impressum in Uruguay registrierten Homepage ist in diesem Zusammenhang von einem Gruppenmissbrauch durch Flüchtlinge die Rede. Die Stadt Augsburg wolle dies vertuschen.

Dirk Wurm, Ordnungs- und Sportreferent der Stadt Augsburg nahm gegenüber unserer Redaktion zu den Vorwürfen Stellung: 

Unmittelbar nach Bekanntwerden des Vorfalls wurde durch die Badeaufsicht die Polizei verständigt und die in den Vorfall verwickelten beteiligten Personen bis zum Eintreffen der Polizeikräfte im Bad behalten. Die Polizei stellte beim Eintreffen die Personalien der beteiligten Personen fest und hat zwischenzeitlich ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Seitens der Bäderverwaltung wurde bis auf weiteres für die im Verdacht stehende Person ein Hausverbot ausgesprochen. Dies gilt in jedem Fall bis zum Ende der polizeilichen Ermittlungen.

Die städtische Bäderverwaltung hat, wie sich aus dem geschilderten Sachverhalt ergibt, unverzüglich gehandelt in dem die Polizei über den Vorfall informiert wurde.

Die Behauptungen von bestimmten Personen, wonach die Stadt diesen Vorfall vertuschen wolle entbehren jeder Grundlage und werden als absolut haltlos zurückgewiesen.

Bei dem beschuldigten Schüler handelt es sich nach Informationen der Augsburger Allgemeinen um einen Deutschtürken aus dem Raum Augsburg. Er sei hier geboren und aufgewachsen. „Es gibt bislang keine Erkenntnisse, dass der Migrationshintergrund irgendetwas mit dem Vorfall zu tun hat“, sagt Polizeisprecher Siegfried Hartmann. Ein Freund des Beschuldigten stand während des Vorfalls im Duschbereich. Ob dieser aber „Schmiere stand“ muss erst geklärt werden, so der Polizeisprecher. Auch eine Freundin des Opfers habe sich dort zeitweise aufgehalten, wird berichtet.