Am Mittwoch, 7. Dezember 2022, gegen 10.45 Uhr erreichte die Polizei eine Mitteilung über eine verletzte Person in einem Mehrparteienhaus in der Regensburger Frankenstraße. Vor Ort fanden die Einsatzkräfte einen schwer verletzten 19-jährigen Mann vor. Er wurde durch den Rettungsdienst in ein Krankenhaus eingeliefert und schwebt nach wie vor in Lebensgefahr. Dem Geschädigten wurden von mindestens einer noch unbekannten Person schwere Stich- bzw. Schnittverletzungen zugefügt.

Die Kriminalpolizeiinspektion Regensburg hat gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft Regensburg intensive Ermittlungen wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdelikts vor Ort aufgenommen. Die Motivlage ist derzeit noch vollkommen unklar, Aussagen zum Tatwerkzeug sind mit Blick auf die laufenden Ermittlungen nicht möglich.

Einsatzkräfte der Regensburger Polizei sperrten das Wohngebäude über mehrere Stunden hinweg ab und suchten es nach möglichen Verdächtigen und Beweismitteln ab. Ebenfalls sicherte die Kriminalpolizei umfangreich Spuren. Mit Unterstützung von Spezialeinheiten wurde in diesem Kontext am Nachmittag eine Wohnung in dem Gebäudekomplex betreten in der Beweise gesichert wurden. Ebenfalls unterstützten Spezialisten des Bayerischen Landeskriminalamts mit einem 3D-Tatortscanner bei den Ermittlungen.

Die Polizei hat am Abend mitgeteilt, dass sich mittlerweile ein 25-jähriger, mutmaßlicher Tatverdächtiger zusammen mit seinem Rechtsbeistand bei der Polizei gemeldet hat. Zeugen werden aber weiterhin gebeten, sich mit der KPI Regensburg unter 0941/506-2888 in Verbindung zu setzen.

Die Ermittlerinnen und Ermittler fragen:

Wer hat am heutigen Tag oder in den Tagen zuvor Personen bemerkt, die mit dem Tatgeschehen in der Frankenstraße 6 in Verbindung stehen können?
Wem sind heute an der Frankenstraße im Bereich des Tatorts Personen, Fahrzeuge oder Handlungen aufgefallen, die in Zusammenhang mit der Tat stehen könnten?
Wer kann sonst sachdienliche Hinweise geben, die zur Tataufklärung beitragen können?
Hinweise werden rund um die Uhr unter der Telefonnummer 0941/506-2888 entgegengenommen.

Die Straßen waren stets für den Verkehr freigegeben, es kam durch Schaulustige zu kleineren Behinderungen. Für Anwohnerinnen und Anwohner, die nicht in ihre Wohnungen konnten, wurde von den Verkehrsbetrieben ein Bus bereitgestellt.

Derzeit liegen keinerlei Hinweise auf eine Gefährdung Unbeteiligter vor.