Und schon wieder kassierten die Augsburger Panther einen späten Ausgleich. Hatte es in den letzten Spielen am Ende aber dennoch zum Sieg gereicht, verlor man heute innerhalb von 28 Sekunden zwei Punkte. Nürnberg gewann in der Verlängerung den Zusatzpunkt.

Nach zuletzt zwei Siegen nach Verlängerung wollten die Augsburger Panther im Freistaat-Derby gegen Nürnberg am Dreikönigstag endlich wieder voll punkten. Nach einem engagierten Beginn sollten sie auch früh in Führung gehen. Puempel versuchte einen Alleingang, wurde aber von Bodnarchuk gestört von dessen Schläger die Scheibe im Tor landete (8.). Der Treffer verlieh dem AEV weiter Selbstvertrauen, er war weitestgehend tonangebend. Während die Panther dennoch nicht nachlegen konnten, nützten die Gäste aus Franken eine der wenigen guten gefährlichen Situationen zum Ausgleich. Haase hatte den Puck nach einem unsauberen Pass von Bergman verloren, wenige Augenblicke später konnte Bodnarchuk sein „Eigentor“ korrigieren (15.). Die Icetigers drückten in der Folge, Augsburg konnte den Rückstand aber verhindern.

Augsburg beantwortet Rückstand schnell

Zwar konnten die Panther im Mitteldrittel die Kontrolle wieder erlangen, auf echte Höhepunkte mussten die Fans aber länger warten. Keine der beiden Mannschaften wollte sich einen Fehler leisten, Nürnberg konnte aber etwas überraschend dann doch durch Fleischer in Führung gehen. Wieder einmal ärgerlich, da die besseren Gelegenheiten eigentlich die Hausherren gehabt hatten. Das 1:2 brachte den AEV aber nicht aus der Fassung, er hatte eine schnelle Antwort parat. Stieler konnte nach einem geradlinigen Angriff einen Abpraller verwerten (34.). Der zweite Saisontreffer schien für den früher so zielsicheren Deutsch-Tschechen eine Erlösung zu sein.

28 entscheidende Sekunden kosten den Sieg

Der Schlussabschnitt hatte kaum begonnen, als es auch in der Magengegend der restlichen Rot-grün-weißen etwas entspannter wurde. Kuffner hatte sich die Hartgummischeibe geschnappt, umrundete damit das Tor und schon sie am verdutzten Treutle vorbei. (43.). Eine Führung die die Panther bis in die Schlussminute tapfer verteidigten, doch wie schon in den beiden vorausgehenden Partien kassierten sie den späten Treffer doch noch. 23 Sekunden waren noch zu spielen, als Sheey mit einem satten Schuss von der blauen Linie doch noch einen eingeschenkt hatten. Waren es in Wolfsburg und gegen Iserlohn am Ende wenigstens zumindest noch zwei Zähler geworden, so mussten sich die Augsburger heute mit nur einem Punkt begnügen. Nur fünf Sekunden benötigte der EHC in der Verlängerung um den Sieg dann ganz zu entreißen. Warsofsky hatte den Puck in der eigenen Zone verloren, Keller gegen den Abschluss von Schofield keine Abwehrchance gehabt. Innerhalb von 28 Sekunden hatten sich die Panther einen möglichen Sieg wegschnappen lassen. Bitter, bitter bitter!

AEV: Keller, Endras – Lamb, Haase, Sacher, Gregorc, Bergman, Warsofsky, Länger – Volek, Kuffner, LeBlanc, Stieler, Soramies, Johnson, Broadhurst,  Wännström, Barinka, Puempel, Saponari

Tore: 1:0 Puempel 8., 1:1 Bonaarchuck (Fox/McLeod) 15., 1:2 Fleischer (Schmölz) 33., 2:2 Stieler (Barinka/Puempel) 34. 3:2 Kuffner (Barinka) 43.,

 Schiedsrichter: Schrader, Kopitz| Tschierner, Schwenk Strafzeiten: Augsburg  6 – Nürnberg 6

Zuschauer: 6.179 (ausverkauft)