300-Sanierungsprogramm für Schulen – Hat Augsburg kein Geld mehr für das Holbein-Gymnasium?

300 Mio. Euro möchte die Stadt Augsburg in die Sanierung und Ertüchtigung der städtischen Schulen investieren. Einige Projekte sind bereits angelaufen, andere geplant. Manche werden nun wohl aber aufgrund Geldmangels gestrichen werden.

Foto: Paul Colin Hennig

300 Mio. Euro möchte die Stadt Augsburg in die Sanierung und Ertüchtigung der städtischen Schulen investieren. Auf den ersten Blick scheint dies eine Menge Geld zu sein, wer aber genauer hinsieht konnte schon früh Zweifel bekommen. „Unsere Toiletten sind eine Zumutung. Die WCs der Schüler sind total veraltet, unsere Lehrerklos mussten sogar schon zwischenzeitlich gesperrt werden“. Aussagen dieser Art erhält man immer wieder, wenn man sich mit Lehrern und Schülern unterhält. Die Schüler das FOS/BOS hatten erst kürzlich diesen und zahlreiche weitere bauliche Mängel auf einer Demo kritisiert und mit Schülerstreik gedroht. Doch nicht nur die sanitären Anlagen lassen häufig Grund zur Kritik. Zu lange wurde nichts in die Bildungshäuser investiert, die Folge sind gigantische Maßnahmen.

Schulsanierungsprogramm läuft

Die Stadt Augsburg hat mit ihrem seit 2014 laufenden 300 Mio. Euro Schulsanierungsprogramm  den Versuch gestartet den Rückständen nachzukommen und die 70 städtischen Einrichtungen auf ein aktuelles Niveau zu bringen. In vielen Fällen, wie beispielsweise in der Eichendorff-Schule in Haunstetten, der Kriegshaber-Schule oder an der Schule vor dem Roten Tor ist schon einiges geschehen oder im werden. Nun scheint der Stadt Augsburg aber das Geld auszugehen, um alle notwendigen Projekte anzugehen. 300 Mio. Euro sind bei der Vielzahl an Aufgaben in Zeiten hoher Baukosten, doch schneller ausgegeben, als geplant. Nun wird wohl ein erstes Vorhaben gestrichen. Die Sanierung des Holbein-Gymnasiums wird zurückgestellt.

CSU-Stadtratsfraktion fordert Stufenplan

Die CSU-Stadtratsfraktion fordert nun, das am größten städtischen Gymnasium zumindest in einem priorisierten Stufenplan Verbesserungen herbeigeführt werden. „Ein Mehrstufenplan soll zum einen eine sichere Perspektive für die Schule verschaffen, zum anderen den städtischen Haushalt planungssicher halten. Dabei soll die Schule ihrerseits aktiv eine abgestimmte Priorisierung einbringen.“ heißt es in einem Mehrstufenplan. Ob für die Umsetzung aber die vorhandenen Mittel reichen werden, bleibt abzuwarten.