Am Montagnachmittag kam es am Münchener Hauptbahnhof zu einem Vorfall, der die Aufmerksamkeit der örtlichen Sicherheitsbehörden auf sich zog. Ein 35-jähriger Mann aus Ungarn, der sich vor dem Eingang zur Bahnhofsmission aufhielt, verhinderte den Zutritt eines 57-jährigen Chinesen zur Hilfseinrichtung und griff ihn körperlich an.
Zwischenfall an der Bahnhofsmission
Der Vorfall ereignete sich gegen 14:15 Uhr, als der 57-jährige Mann die Bahnhofsmission betreten wollte. Der ungarische Tatverdächtige stieß ihn unvermittelt gegen die Eingangstür und folgte mit einem Schlag gegen dessen Oberkörper, ausgeführt mit seiner Gehhilfe. Bundespolizisten, die schnell vor Ort waren, nahmen beide Männer zur Aufklärung des Sachverhalts mit auf die Wache in der Denisstraße. Der angegriffene Mann erlitt leichte Verletzungen, für die jedoch kein Rettungsdienst erforderlich war.
Schnelle Ermittlungen und weitere Konsequenzen
Während der Identitätsfeststellung des Tatverdächtigen stellte die Polizei fest, dass gegen ihn ein offener Vollstreckungshaftbefehl der Staatsanwaltschaft München I vorlag, und zwar wegen exhibitionistischer Handlungen. Da der Mann die geforderte Geldstrafe von 1320 Euro nicht begleichen konnte, muss er nun eine 44-tägige Haftstrafe antreten. Der Tatverdächtige wird noch am Dienstag dem Haftrichter vorgeführt. Es wurde bekannt, dass der Mann in der Vergangenheit wegen Gewalt-, Eigentums- und Sexualdelikten polizeilich in Erscheinung trat.
Bundespolizei ermittelt
Die Bundespolizei hat Ermittlungen wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung eingeleitet. Der Vorfall hebt die Notwendigkeit hervor, öffentliche Räume sicher zu halten und die Hilfsbedürftigkeit der Besucher von Einrichtungen wie der Bahnhofsmission zu respektieren. Weitere Informationen zu laufenden Ermittlungen werden nicht veröffentlicht, um den Fortgang nicht zu gefährden.


