Das Brechtfestival 2019 ist am 3.3. zu Ende gegangen. Das Festival-Thema „Stadt“ war Programm: Zehn Tage lang wurden 29 Orte im gesamten Stadtgebiet bespielt. Ob im Museum, im Theater, in der Tram, im Kino, im Techno-Club oder auf den Straßen: Das „Brechtfestival für Städtebewohner*innen“ setzte Brechts Werk und Ästhetik in einen anregenden und vielstimmigen Austausch mit der Gegenwart sowie der Stadtrealität. Es ist das letzte der drei unter der künstlerischen Leitung von Patrick Wengenroth geplanten Festivals. Seine Nachfolge tritt das Regie-Duo Jürgen Kuttner und Tom Kühnel an.

Die Idee, ein Festival in Augsburg, für Augsburg und mit Augsburg zu machen ist aufgegangen – und noch mehr. Das Brechtfestival 2019 entpuppte sich als Plattform für einen lebendigen Dialog zwischen der Stadt und seinen Gästen aus dem gesamten Bundesgebiet, Österreich und der Schweiz: seien sie Künstler*innen oder Festivalbesucher*innen. Die Resonanz ist überwältigend. Die meisten der Veranstaltungen waren ausverkauft oder sehr gut besucht. Einige der lokalen Theaterproduktionen setzten wegen der großen Nachfrage bereits Zusatztermine nach dem Festivalzeitraum an. Die Themen der Veranstaltungen berührten das Publikum spürbar und nachhaltig, wie in Zuschriften und im persönlichen Austausch deutlich wurde (z.B. „Auf der Straße“, „Böse Häuser“, „Home is where the Heart is“, „Electronic City“).

Der Festival-Schwerpunkt mit performativem Theater und renommierten freien, teils im Kollektiv arbeitenden Künstler*innen-Gruppen, fand großen Anklang. Er zeigte anschaulich, sinnlich erfahrbar und auf ganz vielfältige Art und Weise Brechts Einfluss auf die Theaterästhetik der Gegenwart und wie sich das Epische Theater ins Heute weiterentwickelt hat (z.B. She She Pop, Turbo Pascal, Raum+Zeit, Andcompany&Co.).