4 Wege, wie Virtual Reality die medizinische Versorgung verändert

Die großartige Technologie der Virtual Reality ist in der Gaming-Szene längst fest verankert und kaum noch wegzudenken, zumal auch 80 Freispiele ohne Einzahlung mit Virtual Reality eine ganz neue Bedeutung bekommen. Was kann die virtuelle Realität aber in Bezug auf Medizin beeinflussen und wie wirkt sie sich dort aus? Das ist eine Frage, die sich viele stellen mögen, und die mit Skepsis an die neuen Möglichkeiten, die in der Medizin geschaffen werden, herangehen.

Vr 1992973 1280

In der Tat kann die Virtual-Reality-Technologie jedoch zu großen Fortschritten in der Medizin führen. Wir haben für Sie vier Bereiche, in denen sich VR jetzt schon auszahlt, als Beispiel aufgeführt und erklären den positiven Einfluss. Nicht nur Unterhaltung, sondern auch Gesundheit profitieren enorm von dieser großartigen neuen Technologie.

Ärztliche Schulung früher und heute

Bisher konnten Medizinstudenten das Durchführen von Operationen anhand von toten tierischen und menschlichen Körpern, die für die Forschung freigegeben wurden, lernen und üben. Dies ist absolut notwendig, da es bei Operationen schließlich häufig um Leben und Tod geht und nichts schief gehen darf. Ohne praktische Übung ist eine Ausbildung in diesem Bereich unmöglich. Der technologische Fortschritt der heutigen Zeit führt auf diesem Gebiet jedoch zu großen Veränderungen.

Knifflige Situationen, wie es Operationen in der Regel sind, können heute technisch simuliert werden. Dies wird mithilfe von Virtual Reality erreicht und alles, was dafür an Equipment benötigt wird, ist eine sogenannte VR-Brille. Lehrlinge und Studenten können auf diesem Wege frei in der virtuellen Welt agieren und Operationen nachstellen. Über die Brille können 3D-Modelle von Skeletten, Blutgefäßen und auch komplexen Organen dargestellt werden, die allesamt für die Ausbildung von großem Nutzen sind. Sogar der Tastsinn kann mithilfe von VR simuliert werden.

OP-Vorbereitung und Planung: Einsatz der HoloLens

Die sogenannte HoloLens ist eine Virtual Reality-Brille, die nicht nur von Studenten zu schulischen Zwecken Anwendung findet, sondern auch bereits bei Ärzten zur Vorbereitung und Planung von Operationen genutzt wird. Die Brille bietet die Möglichkeit, fotorealistisch visualisierte CT-Scans in 3D mit winzigsten Details einzusehen. So können sich Ärzte auf schwere Operationen vorbereiten und gar Dinge erkennen, die zuvor nicht ersichtlich waren.

Die Brille umfasst verschiedene Simulatoren, wie zum Beispiel den Ultraschallsimulator und den Geburtssimulator. Mit dem Ultraschallsimulator können Ärzte Körperteile anatomisch darstellen, diese vergrößern und beliebig drehen. Der Geburtssimulator kann helfen, Komplikationen frühzeitig zu erkennen.

VR in der Psychotherapie

Großartige Erfolge zeigt die VR-Technologie auch im Bereich der Psychotherapie. Hier dient sie nicht den Ärzten, sondern den Patienten selbst. Die Brillen können eingesetzt werden, um Phobien zu bekämpfen. Dabei werden Patienten auf gefahrlosem Wege mit den Auslösern Ihrer Ängste konfrontiert. In der virtuellen Welt haben Patienten die Möglichkeit, sich Ihren Problemen zu stellen, und wissen dabei, dass Sie außer Gefahr sind. Sie haben so die Chance zu lernen, ihre Emotionen zu kontrollieren und an ihren Reaktionen zu arbeiten.

Diese Methode ist vor allem deswegen so erfolgreich, weil sie individuell an den Patienten und das Krankheitsbild angepasst werden kann. Außerdem kann der Arzt im Hintergrund weiter auf den Patienten einreden und mit diesem kommunizieren, während der Patient sprichwörtlich vor die nackten Tatsachen gesetzt wird.

Erfolgsquote im Bereich der Sucht- und Schmerztherapie

Im Bereich der Sucht- und Schmerztherapie sind bereits viele Versuche durchgeführt worden, die größtenteils sehr erfolgreich waren. Suchterkrankungen und chronische Schmerzen können mit dieser Technologie ausgezeichnet behandelt werden. Wie genau das funktioniert hat, zeigen wir Ihnen anhand von Beispielen.

  • Suchtherapie mit VR: Nehmen wir einen Patienten mit Alkoholproblem als Beispiel. Dieser wird mithilfe der VR-Brille virtuell in eine Kneipe versetzt. Hier wird er angehalten zu üben, alkoholische Getränke abzulehnen. Gleiches funktioniert bei dem Versuch, mit dem Rauchen aufzuhören. Nikotinabhängige können virtuell zum Beispiel an eine Bushaltestelle versetzt werden, an der sie dem Drang, zur Zigarette zu greifen, während sie warten, widerstehen müssen. Dies sind zwei Therapieoptionen, die stufenweise aufgebaut werden, aber zu großem Erfolg führen können.
  • Schmerztherapie mit VR: Der Einsatz einer VR-Brille bei einer Schmerztherapie ist dafür gedacht, dass Patienten während schmerzhafter Behandlungen in eine virtuelle Welt geschickt werden, in der sie Glücksgefühle erhalten und abgelenkt werden, wodurch die Schmerzen nachweislich um bis zu 50% gesenkt werden können. Das ist in etwa derselbe Effekt, den eine Dosis Morphium auslöst. Diese Methode soll aber nicht nur Schmerzen lindern, sie soll auch dabei helfen, Depressionen zu verhindern, die langfristig bei Patienten auftreten können. 

Ein Beispiel können wir von der University of Washington erhalten, wo man die sogenannte SnowWorld für die VR-Brille entwickelt hat. Dabei handelt es sich um eine künstlich entwickelte Schneelandschaft, in die Patienten mit Brandwunden geschickt werden. Dorthin sollen sie fliehen, während der Verbandswechsel durchgeführt wird, der bei Verbrennungen sehr schmerzhaft ist. Patienten können dann Schneelandschaften durchlaufen, Pinguine beobachten, selbst aktiv werden und Schneebälle werfen oder Schneemänner bauen. Was dies bei den Patienten auslöst, verändert die Wahrnehmung der Schmerzen enorm.

Durchaus positive Aussichten für die Virtual Reality in der Medizin

Während die Virtual-Reality-Brille in der Gaming-Welt als großartige Unterhaltung und faszinierende Spielform gilt, kann sie in der Medizin wirkliche Wunder bewirken und mitunter sogar Leben retten. Vielleicht können Sie sich nach unseren Beispielen nun besser vorstellen, wie diese Technologie Einfluss auf die Medizin haben kann. Die Erfolgsberichte sollten alle Skepsis beseitigen.   

Wir denken, dass große Erfolge in der Zukunft mit der VR-Technologie erzielt werden können. Derzeit wird die Technologie in Deutschland noch nicht sehr verbreitet eingesetzt, was daran liegt, dass die Technik bisher noch nicht vollständig ausgereift war. Die Sicht durch die Brille auf eine virtuelle Realität kann bei vielen Personen Übelkeit und Schwindel auslösen, vor allem, wenn die Bildschirme schlecht sind. Das macht es natürlich schwer, mit den Geräten zu arbeiten.

Hersteller wie Samsung und Google haben allerdings schon neue Geräte entwickelt, die unter Bedacht dieser Punkte hergestellt wurden. Demnach kann davon ausgegangen werden, dass die Methode in der Zukunft häufiger zu Einsatz kommen wird und einen neuen Durchbruch in der Medizin herbeiführt.