Für den TSV 1860 Rosenheim ist es die Pflicht vor der Kür. Der FC Memmingen wiederum will den Gastgebern in die Feiersuppe spucken. Bevor die Rosenheimer nämlich am Samstag gegen den Drittligisten TSV 1860 München ihr 100-jähriges Vereinsjubiläum sportlich groß feiern wollen, geht es am Freitag (19 Uhr) gegen die Allgäuer um Regionalliga-Punkte, die für beide Seiten im Abstiegskampf wichtig sind.fc-memmingen FC Memmingen will Rosenheim das Jubiläum vermiesen mehr Fußball Memmingen FC Memmingen Regionalliga Bayern TSV 1860 Rosenheim | Presse Augsburg

Die Lage: Beide Mannschaften haben 14 Zähler auf dem Konto. Der Verlierer der Partie steckt weiter in der Gefahrenzone fest, der Sieger schafft es zumindest in den grünen Bereich der Tabelle. Den Pokal mit eingerechnet ist die Tendenz der Memminger mit vier Siegen aus den letzten sechs Pflichtspielen positiv, die Rosenheimer Ausbeute in den letzten vier Wochen mit fünf von 15 möglichen Punkten etwas durchwachsener.

Der Gegner: Auf der Torhüter-Position hat es bei 1860 Rosenheim einigen Wirbel gegeben. Mit Marius Herzig (vereinslos), Raphael Krause (SB Rosenheim), Mario Stockenreiter (VfR Garching) und Alexander Kuile (TuS Holzkirchen) haben gleich vier Keeper während der schon laufenden Saison den Verein verlassen. Mit Alin Goia (31 Jahre) vom Nachbarn SB Rosenheim und Niklas Pfister (19) vom FC Ismaning stehen nun noch ein erfahrener und ein sehr junger Torhüter zur Verfügung. Gegen Memmingen ist Verteidiger Mathias Heiß Gelb-Rot-gesperrt. Bekannteste Spieler, die aus der Rosenheimer Nachwuchsarbeit stammen sind, Julian Weigl (Borussia Dortmund) und Weltmeister Bastian Schweinsteiger, der gerade seine Fußballschuhe an den Nagel gehängt hat.

Das FCM-Personal: Verletzte, Kranke, Sperren – die Häufung in dieser Saisonphase ist nicht ungewöhnlich, trifft den FCM aber aktuell durchaus sehr hart. Ari Kelmendi und Marco Nickel sind Rot-gesperrt. Ensar Skrijelj und Olcay Kücük kränkeln. Lirim Kelmendi, Mario Jokic und Fatjon Celani stehen auf der Verletztenlisten, auf die sich möglicherweise auch noch Can Karatas gesellt (Verdacht auf Muskelfaserriss). Ein Lichtblick ist zumindest, dass Marco Schad wieder ins Lauftraining eingestiegen ist.

Die bisherigen Vergleiche: Bemerkenswert ist, dass Memmingen alle bisherigen Regionalliga-Spiele in Rosenheim gewinnen konnte. Durchaus ein gutes Omen. Die Heimbilanz sieht mir nur einem FCM-Sieg wiederum ganz anders aus.

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Der Pokal: Am Freitagabend wird noch das letzte Viertelfinalspiel zwischen den Drittligisten TSV 1860 München und der SpVgg Unterhaching ausgetragen (ab 19.15 Uhr live im Free-TV bei Sport1). Anschließend will der Verband zeitnah die Halbfinal-Begegnungen auslosen, die aber erst im April 2020 gespielt werden. Neben dem Sieger des ausstehenden Viertelfinales sind mögliche FCM-Halbfinalgegner auch noch der Regionalliga-Kontrahent Viktoria Aschaffenburg sowie Pokalverteidiger Würzburger Kickers.

Das voraussichtliche Aufgebot des FC Memmingen:

Tor: Felix Thiel – Abwehr: Philipp Boyer, Luca Sirch, Jakob Gräser, Lukas Ender – Mittelfeld: David Remiger, Lukas Rietzler, Marco Greisel, Fadhel Morou – Angriff: Natsuhiko Watanabe, Ensar Skrijelj.

Ersatzbank: Marco Boyer, Markus Notz, Tobias Schmölz, Martin Gruber (Tor).

Schiedsrichterin: Angelika Söder (Ochenbruck) leitet Männerspiele bis zur Regionalliga, bei den Frauen pfeift sie in der Bundesliga; Assistenten: Dr. Andreas Heidt, Christoph Stühler.