„Als Alternative zu Einwegbechern können Verbraucher ihren Kaffee klassisch vor Ort aus einer Tasse trinken, ihren eigenen Mehrwegbecher zur Wiederbefüllung mitbringen oder das Getränk aus einem Mehrwegbecher mit Pfand genießen, den viele Coffee-to-go-Anbieter gleichermaßen nutzen. Allerdings beteiligen sich an besonders verbraucherfreundlichen Mehrwegbechersystemen mit Pfand bislang kaum große Coffee-to-go-Ketten. Das ist jedoch notwendig, damit eine Flächendeckung bei den Rückgabestellen erreicht wird. Je einfacher die Becherrückgabe, desto größer die Akzeptanz bei den Verbrauchern. Eine Abgabe und ein ambitioniertes Reduktionsziel für Einwegbecher würde insbesondere die Teilnahme von großen Kaffeehausketten und Kantinenbetreibern an Pool-Bechersystemen massiv vorantreiben“, erklärt der DUH-Leiter für Kreislaufwirtschaft Thomas Fischer.

Die vorgestellte Studie des Umweltbundesamtes belegt außerdem ökologische Vorteile von Pool-Mehrwegbechern aus Kunststoff bereits nach rund 20 Wiederbefüllungen gegenüber Einwegbechern. Bei der Nutzung von Mehrwegbechern ist allerdings darauf zu achten, dass keine Einwegdeckel verwendet werden. Bei individuellen Mehrwegbechern kann ab einem Jahr Nutzungsdauer von mehr als 50 Wiederverwendungen ausgegangen werden, wodurch die Umweltlasten aus der Herstellung und Entsorgung nicht mehr ins Gewicht fallen.