Der Fußball-Regionalligist FC Memmingen hat sich von Cheftrainer Uwe Wegmann getrennt. Aufgrund der sportlichen Lage wurden der 55-jährige und auch Co-Trainer Kevin Siegfanz (44) mit sofortiger Wirkung freigestellt. „Das Präsidium und die sportliche Leitung sind der Ansicht, dass ohne Veränderungen der angestrebte Klassenerhalt nicht erreicht werden kann“, so FCM-Präsident Armin Buchmann.

FCM-Candy-Decker FC Memmingen entlässt Trainer und Co-Trainer Memmingen News Sport FC Memmingen trainer | Presse Augsburg
Bis zur Winterpause übernimmt Candy Decker als Interims-Trainer die Aufgaben | Foto Olaf Schulze

Der FC Memmingen hat aus den vergangenen sechs Regionalliga-Begegnungen lediglich vier Punkte geholt und ist mit 18 Zählern aus 18 Spielen akut abstiegsgefährdet. Die Mannschaft steht nach dem zweiten Rückrunden-Spieltag nur dank des besseren Torverhältnisses auf dem ersten Nichtabstiegsplatz, punktgleich mit den beiden Teams auf den Abstiegs-Relegationsrängen. Der Vorsprung auf die beiden festen Abstiegsplätze beträgt nur noch zwei bzw. drei Punkte auf das Schlusslicht.

Am Donnerstagabend wurde Uwe Wegmann und Kevin Siegfanz die Entscheidung in persönlichen Gesprächen mitgeteilt. Zuvor fand bereits am Dienstag ein Gespräch über die momentane Situation mit dem Trainerduo, Präsidiumsmitgliedern und der sportlichen Leitung statt. Die Mannschaft wurde am Donnerstagabend zur Trainingsbeginn entsprechend über die Pesonalentscheidungen informiert.

Bis zur Winterpause übernimmt Candy Decker als Interims-Trainer die Aufgabe. Der 31-jährige wird die Mannschaft bereits am kommenden Samstag im Auswärtsspiel beim Tabellendritten SpVgg Bayreuth betreuen. In der Winterpause soll ein neuer Cheftrainer verpflichtet werden. Buchmann hofft, dass auf der Mitgliederversammlung des Vereins am 28. November der neue Mann vorgestellt werden kann. Decker, der aktuell pausierte, ist in den weiteren Planungen als Co-Trainer im Verbund mit dem neuen Chefcoach vorgesehen. Er war zuvor erfolgreich als U21-Trainer und in der Jugendarbeit tätig. Als Spieler, der aus der eigenen Nachwuchsarbeit stammt, musste er seine aktive Laufbahn aus gesundheitlichen Gründen schon recht früh im Alter von 26 Jahren beenden.