Der FC Augsburg empfing den VfB Stuttgart zum Schwabenderby in der WWK Arena und hat nach dem ungefährdeten 6:0-Sieg den Klassenerhalt so gut wie sicher. Desolate Stuttgarter hatten den spielfreudigen Schwaben aus Bayern nichts entgegenzusetzen und der Sieg war auch in deser Höhe verdient.

fca_vfb_034 FC Augsburg mit 6:0 Schützenfest gegen den VfB Stuttgart Augsburg Stadt Bildergalerien FC Augsburg News Newsletter Sport #fcavfb Bundesliga DFL Schmidt Schwabenderby Weinzierl WWK Arena | Presse Augsburg
Partystimmung auf dem Rasen | Foto: Sebastian Pfister

Im Schwabenderby musste Coach Martin Schmidt seine Elf aus dem Einstandssieg gegen Frankfurt auf drei Positionen umstellen. Luthe stand für Kobel zwischen den Pfosten und Max und Danso rckten für Koo (Grippe) und Finnbogason, der nach einer Sehnenverletzung in der Wade für den Rest der Spielzeit ausfällt, in die Startelf. Die bayerischen Schwaben legten, mit dem unerwarteten Dreier gegen Frankfurt im Rücken, forsch los und hatten mehr vom Spiel. Die rund 64% Ballbesitz für die Fuggerstädter in den ersten zehn Minuten schlug sich auf der Anzeigentafel durch: Hahn schickte Schmid auf rechts steil und die Flanke des Franzosen landete punktgenau bei Khedira, der die Kugel platziert im rechten Toreck unterbrachte (11.). Der FCA spielte mutig weiter und wurde belohnt. Nach einem Eckball von Schmid verlud Hahn Zuber mit einer Körpertäuschung und erhöhte auf 2:0 (18.). Dem VfB gelang es nicht offensiv Akzente zu setzen und in der Defensive schauten die Jungs von Ex-FCA-Coach Weinzierl zu wie die Rot-grün-weißen den Ball laufen ließen. Die bayerischen Schwaben hatten hier weiter Spaß. Marco Richter zündete in der Mitte den Turbo und spielte im richtigen Moment zu Philipp Max, der kühlen Kopf behielt und zum 3:0 einnetzte (29.). Den mitgereisten Fans aus Stuttgart, die zu Beginn sehr lautstark versucht hatten ihr Team zu unterstützen, waren spätestens nach dem 0:3 restlos bedient und skandierten „Alle könnt ihr gehen!“. Der FCA schaltete mit der Drei-Tore-Führung auf der Habenseite zwar einen Gang zurück, aber der VfB konnte davon nicht profitieren.

Die Gäste-Fans hatten ihre Mannschaft nach dem Pausenpfiff von Schiedsrichter Gräfe mit „Alle könnt ihr gehen!“ in die Pause verabschiedet, und so wurden sie auch wieder begrüßt. Weinzierl wechselte zur Halbzeit mit Didavi für Esswein und Donis für Insua zweimal aus, aber für den VfB war heute im bayerischen Schwaben nichts zu holen. Ganz im Gegenteil, was der VfB hier ablieferte grenzte an Arbeitsverweigerung. Den bayerischen Schwaben war das einerlei und Marco Richter erzielte mit einem tollen Volleyschuss das 4:0 (53.) und Philipp Max wenig später mit seinem zweiten Treffer das 5:0 (58.). Der Gästeblock leerte sich zusehends und die Fans des FCA feierten ihre Mannschaft, die weiter nach vorne spielte. Richter ließ sich von Castro nicht stoppen und zimmerte die Kugel zum 6:0 ins linke obere Eck (68.). Der Knoten scheint geplatzt beim jungen Angreifer, der im zweiten Spiel in Folge doppelt trifft. Der VfB hatte zwar noch einzelne Chancen, aber entweder war Luthe zur Stelle oder der Ball ging am Tor vorbei.