In einer gemeinsamen digitalen Vorstandssitzung verständigten sich die Kreisvorstandschaften der Freien Wähler in den Landkreisen Augsburg und Aichach-Friedberg zur kommenden Bundestagswahl. Der Wahlkreis 253 umfasse große Teile beider Gebietskörperschaften, weshalb eine enge Absprache im anstehenden Wahlkampf unerlässlich sei, heißt es aus der FW Geschäftsstelle.2019 02 01 Freie Wähler – 01

Für die Kreisvorsitzenden Claudia Schuster und Tobias Kunz stehe es außer Frage, dass die Freien Wähler ein Angebot zur Bundestagswahl machen: „Die Freien Wähler sind bereits seit 2008 im Bayerischen Landtag und vertreten dort die Interessen der Kommunen sowie Bürgerinnen und Bürger der ländlichen Regionen. Es ist nur konsequent, auch für Berlin ein solches Angebot auf dem Wahlschein zu machen“, so Kunz. Untermauert wird dieses Argument vom Parlamentarischen Geschäftsführer der Freien Wähler im Bayerischen Landtag, Fabian Mehring: „Die erfolgreiche Arbeit unserer Bayernkoalition aus Freie Wähler und CSU zeigt: Bürgerliche Koalitionen funktionieren besser als schwarz-grüne Experimente. Deshalb ist es folgerichtig, den Menschen auch auf Bundesebene ein pragmatisches Politikangebot aus der bürgerlichen Mitte zu machen. Wer keine CSU wählen will, mit dem Neoliberalismus des FDP fremdelt und die Verbotskultur der Grünen nicht schätzt, soll bei den Bundestagswahlen nicht zur AfD wandern müssen, sondern bei uns Freien Wählern eine anständige Alternative finden.“

Dass danach viele suchen, zeige sich am großen Zuspruch vieler potentiellen Kandidatinnen und Kandidaten, so der stellv. Fraktionsvorsitzende der FW Landtagsfraktion, Johann Häusler: „Es freut uns, dass unsere Kärrnerarbeit im Landtag so stimulierend auf die Bundestagswahl durchschlägt. Die unerwartet gute Bewerberlage zeigt uns, dass die Freien Wähler in unserer Region sehr gut aufgestellt sind.“. In einer großen Kreisvorstandssitzung via TeamViewer Meeting wurden nun verschiedene Optionen diskutiert. „Wir möchten mit einer jungen Person ins Rennen gehen, die sich durch fachliche Expertise auszeichnet und beruflich mit beiden Beinen im Leben steht“, stellt Schuster die perfekte Bewerberin bzw. den perfekten Bewerber vor. Erich Nagl, der Kreisvorsitzende im Landkreis Aichach-Friedberg, ergänzt: „Wichtig ist auf jeden Fall, dass die Kandidatur den Landkreis Augsburg ebenso gut repräsentiert wie den Landkreis Aichach-Friedberg. Und es ist uns wichtig, eine bodenständige Persönlichkeit ins Rennen zu schicken. Manchmal kann man ja den Eindruck haben, dass Entscheidungsträger in Berlin den Bezug zum normalen Leben verloren haben.“ Nun gelte es, Bewerbungen zu sichten und Gespräche zu führen. Denn schon in wenigen Wochen wollen die Freien Wähler öffentlich ihre Lösung für Berlin präsentieren.

Auch die Durchführung der Nominierungsversammlung wurde in der Videokonferenz geplant. „Derzeit können keine Vereinsveranstaltungen in Präsenz stattfinden, es sieht derzeit auch nicht so aus, dass die Zahlen in der nächsten Zeit deutlich sinken und dies wieder möglich wird. Daher planen wir die Nominierungsversammlung in Abstimmung mit den beiden Vorstandschaften digital durchzuführen und das Ergebnis anschließend über eine Briefwahl zu bestätigen“, erläutert Schuster und weiter: „So sehr wir die Nominierung auch gerne in Präsenz durchführen möchten, so wollen wir keine Sonderrechte in Anspruch nehmen und eine Präsenzveranstaltung auf Biegen und Brechen durchsetzen“. In einer digitalen Videokonferenz wird sich dann auch der Kandidat oder die Kandidatin für den Wahlkreis 253 allen Mitgliedern vorstellen und zur Wahl stellen, bevor über eine Briefwahl die finale Abstimmung stattfindet.