Ein älterer Mann geriet in Erlangen mit seinem PKW auf ein Bahngleis und sorgte für einen anspruchsvollen Bergungseinsatz. Glücklicherweise war das Gleis außer Betrieb.
PKW auf Trampelpfad verirrt
Am Samstagvormittag, dem 6. September, gegen 10 Uhr, wurde die Bundespolizeiinspektion Nürnberg durch die Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Mittelfranken über einen PKW im Gleisbereich des Güterbahnhofes Erlangen informiert. Vor Ort fanden die Beamten einen 87-jährigen Deutschen vor, der nach eigenen Angaben sein Fahrzeug auf dem Gelände des Güterbahnhofs verloren hatte. Er fuhr neben den Gleisen auf einen Trampelpfad und übersah dabei die Umstände, als er mit einem Reifen über ein Gleis geriet.
Bergung mit besonderen Herausforderungen
Der Versuch des Mannes, die Gleise rückwärts zu verlassen, führte zur Beschädigung einer Weichenstellung. Zudem sanken die Räder des Fahrzeugs im weichen Untergrund ein, was den PKW schließlich stoppte. Eine Bergung durch die Feuerwehr war nicht möglich, da das unwegsame Gelände keinen Zugang für ein Abschleppfahrzeug bot. Schließlich konnte die Deutsche Bahn das Auto mit Hilfe einer Draisine von den Gleisen entfernen.
Glück im Unglück
Dank der Tatsache, dass das Gleis zum Zeitpunkt des Vorfalls inaktiv war, gab es keine Verletzten. Trotzdem wurde der ältere Mann vorsichtshalber in ein Krankenhaus gebracht. Die Bundespolizei hat ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr und Sachbeschädigung eingeleitet.

