9,1 Millionen Euro für lebendige Zentren in 29 Städten und Gemeinden in Schwaben

In diesem Jahr wird eine große Reform der Städtebauförderung mit drei neuen Programmen umgesetzt. Das Programm „Lebendige Zentren“ steht für Wiederbelebung und Stärkung der Ortszentren, dabei werden 79,1 Millionen Euro von Bund und Land für 223 Gemeinden in ganz Bayern, davon 9,1 Millionen Euro für 29 Gemeinden in Schwaben ausbezahlt.

Grottenau Post 037
In der ehemaligen Hauptpost in der Augsburger Grottenau entsteht die Musikhochschule. Für die Umfeldgestaltung erhält die Stadt Fördermittel | Foto: Wolfgang Czech

Im Jahr 2020 wird eine umfangreiche Neustrukturierung der Städtebauförderung umgesetzt. „Mit den drei neuen Programmen „Sozialer Zusammenhalt“, „Lebendige Zentren“ und „Wachstum und nachhaltige Entwicklung“ machen wir die Städtebauförderung einfacher und verständlicher. Damit sind wir weiterhin ein verlässlicher Partner für die bayerischen Städte und Gemeinden“, so Bayerns Bauministerin Kerstin Schreyer. Zunehmender Gebäudeleerstand und Brachflächen in Stadt- und Ortskernen zeugen von einem Strukturwandel in den Städten und Gemeinden. Für nachhaltige Maßnahmen zur Anpassung, Stärkung und Revitalisierung ihrer Zentren erhalten die Städte und Gemeinden in der Städtebauförderung von Bund und Freistaat finanzielle Unterstützung.

Vielfältige Projekte in Schwaben werden gefördert

Ministerin Schreyer: „In diesem Jahr können wir im Programm Lebendige Zentren der Bund-Länder-Städtebauförderung 29 Gemeinden in Schwaben mit 9,1 Millionen Euro von Bund und Freistaat unterstützen.“ Die Stadt Kempten wird beispielsweise mit den Fördermitteln in diesem Jahr die Neuordnung der sogenannten Zumsteinwiese als weiteren Baustein zur Aufwertung des öffentlichen Raums in der Innenstadt umsetzen. In der Stadt Dillingen an der Donau wird in diesem Jahr am östlichen Stadtrand die Sanierung eines Abschnitts der Stadtmauer sowie die Neugestaltung der platzartigen Erweiterung des vorgelagerten Hofweiherwegs unterstützt. „Die Stadt Augsburg erhält für den Erhalt der westlichen Innenstadt von Lechhausen dabei 960.000 Euro“, berichtet Fabian Mehring, Parlamentarischer Geschäftsführer der Freien Wähler. Wie der Augsburger CSU-Abgeordnete Johannes Hintersberger ergänzend informiert werden im Stadtteil Lechhausen die Umgestaltung der Elisabeth- und Humboldstraße sowie dezweite Bauabschnitt des Flößerparks gefördert. In der westlichen Innenstadt dienen die Mittel der planungssicheren Finanzierung eines Fahrradparkleitsystems am Stadtmarkt, der Neugestaltung der Bäckergasse und der Umfeldgestaltung an der neuen Musikhochschule in der Grottenau.

Und auch die beiden Städte Aichach und Friedberg erhalten in diesem Jahr eine Förderung. Konkret erhält Aichach 90.000 Euro und Friedberg 240.000 Euro. Die Zuschüsse werden jeweils für Maßnahmen in der Altstadt zur Verfügung gestellt.

79,1 Millionen Euro stehen zu Verfügung

Bayernweit stehen im Programm „Lebendige Zentren“ 2020 insgesamt 223 bayerischen Städte und Gemeinden Fördermittel in Höhe von 79,1 Millionen Euro zur Verfügung. Zusammen mit den Investitionen der Gemeinden ergibt sich zur Bewältigung struktureller Herausforderungen in den zentralen Stadt- und Ortsbereichen ein Gesamtinvestitionsvolumen von 121 Millionen Euro. Das Programm „Lebendige Zentren“ leistet einen wertvollen Beitrag, die Stadt- und Ortszentren zu attraktiven und identitätsstiftenden Standorten für Wohnen, Arbeiten, Wirtschaft und Kultur zu entwickeln. „Neben Maßnahmen zur Sicherung der Versorgungsstruktur tragen die Sanierung und Nutzung stadtbildprägender sowie denkmalgeschützter Gebäude als Identifikationsorte wesentlich zum Erfolg einer nachhaltigen Entwicklung der Zentren bei“, so Ministerin Schreyer.

Zum Programmjahr 2020 haben Bund und Länder die Städtebauförderungsprogramme auf drei Programme reduziert: „Lebendige Zentren“, „Sozialer Zusammenhalt“ sowie „Wachstum und nachhaltige Entwicklung“. Ein wichtiger Beitrag zur Entbürokratisierung und Flexibilisierung. Bundesinnenminister Horst Seehofer: „Wir verschlanken unsere Förderstruktur. Damit erleichtern wir den Städten und Kommunen die Umsetzung ihrer Vorhaben. Zudem wird der Klimaschutz zur Fördervoraussetzung. Städtebauförderung ohne Klimaschutz wird es künftig nicht mehr geben.“ Neben der energetischen Gebäudesanierung ist hierbei die Verbesserung von innerörtlichen naturnahen Flächen ein wesentlicher Baustein. Attraktive Grün- und Freiflächen steigern nicht nur die Lebens- und Wohnqualität in den Städten und Gemeinden, sondern sorgen auch für ein besseres Stadtklima. Freiflächen mit vielfältigen Spiel- und Freizeiteinrichtungen fördern zudem die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger.

Staatliche Finanzhilfen für Städtebauförderungsmaßnahmen in Schwaben

Unbenannt 15Unbenannt 16