A8/Leipheim | „Blinde Passagiere“ – Asylsuchende fahren auf Sattelzug von Griechenland bis in den Kreis Günzburg

Eine Streife der Autobahnpolizei entdeckte bei Günzburg auf einem Sattlezug eine ungewöhnliche Fracht. Zwei Iraker hatten sich in Griechenland auf den Lastwagen geschmuggelt und waren so bis nach Deutschland gekommen. Von den Beamten entdeckt beantragten sie Asyl.

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Symbolbild Quelle: Bundespolizei

Zwei Iraker schmuggelten sich vermutlich an einem Hafen in Griechenland auf einen Sattelzug und kamen so nach Deutschland. Sie machten am Mittwochabend auf der A 8 auf sich aufmerksam und beantragten Asyl.

Die beiden 17- und 19-jährigen Männer fielen einem Lkw-Fahrer auf, welcher von Augsburg in Richtung Ulm unterwegs war, da zwei Köpfe aus dem Frachtraum eines vorausfahrenden Sattelzugs ragten. Eine Streifenbesatzung der Autobahnpolizei konnte zwischen Günzburg und Leipheim auf den Sattelzug aufschließen. Die beiden Männer hatten die Plane am Dach des Aufliegers aufgeschnitten und standen auf der Ladung im Frachtraum. Ihre Oberkörper ragten aus dem Dach des Sattelanhängers. Auf dem Autobahnrastplatz Leipheim konnte der Fahrer des Sattelzugs angehalten und kontrolliert werden.

Fahrer fungierte nicht als Schleuser

Offensichtlich hatte er von den bisher „blinden Passagieren“ nichts mitbekommen. Der 46-jährige Lkw-Fahrer und seine Beifahrerin waren im gewerblichen Lieferverkehr von Griechenland nach Frankreich unterwegs.

Nach Vernehmung zur illegalen Einreise nach Deutschland, erkennungsdienstlicher Behandlung und Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft wurden die beiden Iraker im Zuge des weiteren Asylverfahrens an die Aufnahmeeinrichtung in Donauwörth verwiesen. Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen besteht gegen den Fahrer des Sattelzugs bzw. seiner Beifahrerin kein Verdacht der illegalen Schleusung, teilt die Autobahnpolizei Günzburg mit.