Nachdem sich der EHC Königsbrunn im Play-off Halbfinale klar gegen den TSV Peißenberg durchsetzen konnte, steht seit letztem Sonntag der Finalgegner fest. Schon am Freitag kommt es ab 20 Uhr in der heimischen Eisarena zum ersten Aufeinandertreffen mit dem Vorrunden-Primus TEV Miesbach.

Finale
Tim Bullnheimer (8 EHC-Königsbrunn) gegen Bohumil Slavicek (91 TEV-Miesbach) in der Meisterrunde Gruppe A (Foto: Dietmar Ziegler)

Königsbrunns erster Vorstand Tim Bertele fiebert schon den Spielen entgegen: „Wir freuen uns, mit dem EHC erstmals nach 1976 wieder einmal die Chance zu haben, um die bayerische Meisterschaft zu spielen. Unsere Jungs sind hoch motiviert, den Titel zu holen. Der Zuschauerzuspruch in den Play-Offs ist schon gewaltig. Wir waren immer an der Grenze zum ausverkauften Stadion oder sogar komplett ausgebucht. Das freut mich besonders, weil es zeigt, dass Eishockey in Königsbrunn nach wie vor einen hohen Stellenwert genießt.“

Die Gäste aus Oberbayern sind schon lange im bayerischen Eishockeysport etabliert, der TEV spielt regelmäßig um die ersten Tabellenplätze mit. Auch im letzten Jahr stand Miesbach im Finale um die Meisterschaft und scheiterte nur knapp gegen den EHC Klostersee. In den bisherigen Begegnungen der Play-offs setzte sich Miesbach zuerst im Viertelfinale gegen den ERSC Amberg durch und hatte danach mit dem TSV Erding ein Top-Team der Liga als Gegner im Halbfinale. Nachdem beide Mannschaften ihre beiden Heimspiele für sich entscheiden konnten, vergab Erding vor fast 2200 Zuschauern den Matchball in der entscheidenden fünften Partie und verlor zuhause mit 2:7 gegen Miesbach. Nun will sich der TEV im Finale für die beiden Niederlagen in der Meisterrunde revanchieren und gegen den EHC Königsbrunn den Titel holen. Die Rahmenbedingungen dazu passen, denn zuletzt konnte Miesbach mit gut gefülltem Kader antreten. Der TEV ist in der Breite sehr gut aufgestellt, in der Defensive stehen körperlich präsente und resolute Verteidiger, die es jedem Angreifer schwer machen und nur wenig Platz bieten. Top-Scorer ist aktuell Patrick Asselin, der 35-jährige Kanadier ist momentan in bestechender Form und erzielte in den Play-offs 11 Scorerpunkte in acht Partien. Gleich danach kommt auch schon der 31-jährige Tscheche Bohumil Slavicek mit acht Punkten, der schon seit Jahren unter den Top-Scorern der Liga zu finden ist. Ebenfalls im Sturm findet man so klangvolle Namen wie Nick Endreß, Max Hüsken, Felix Feuerreiter und Michael Grabmaier. Neben der Ausgeglichenheit spricht auch die Erfahrung für Miesbach, der TEV hat sich bis ins Finale gekämpft und ist auswärts eine Macht. Am Freitag gilt es nun für beide Teams, den ersten Sieg in der Best-of-Five Serie einzufahren und so ein erstes Statement zu setzen.

EHC-Coach Bobby Linke hat unter der Woche seine Mannschaft auf das Finale eingestellt und freut sich schon auf die Spiele: „Mit Miesbach kommt ein Top-Favorit zu uns, der TEV hat dem EHC in der Vorrunde klar die Grenzen aufgezeigt. In der Meisterrunde haben wir dann Dank einer tolle Performance gewonnen, von dem her wissen wir, was auf uns zukommt. Miesbach ist eine sehr ausgeglichene und körperlich starke Mannschaft, die aber auch über Top Einzelspieler verfügt. Diese können auch mal eine Partie entscheiden. Wir sind heiß auf das Finale und wollen Werbung für den Sport machen. Das werden sehr intensive Spiele werden, am Ende des Tages bestimmen dann wohl Nuancen den Ausgang. Natürlich wird auch entscheidend sein, mit komplettem Kader spielen zu können, das hat man ja bei Erding gesehen. Da sind einige Spieler krankheitsbedingt ausgefallen, das mag ausschlaggebend gewesen sein. Wir schauen jetzt nach vorne, freuen uns auf das Finale und werden Vollgas geben.“

Am Freitag steht ab 20 Uhr das erste von fünf möglichen Halbfinalspielen gegen den TEV Miesbach an, wer drei Partien gewinnt ist bayerischer Meister. Der EHC Königsbrunn weist darauf hin, dass Dauerkarten, bis auf VIP-Karten, keine Gültigkeit mehr haben. Dauerkarteninhaber haben jedoch garantiertes Zugangsrecht, auch an der Abendkasse und erhalten einen vergünstigten Eintrittspreis. Es gibt einen Vorverkauf in der Geschäftsstelle und auf der Homepage des Vereins. Aufgrund der bisher schon online verkauften Karten und des dadurch erwarteten sehr hohen Besucherandrangs bittet der EHC um frühzeitiges Erscheinen. Die Spiele gegen Miesbach werden auch als Stream kostenpflichtig per sprade.tv angeboten, mehr Informationen dazu gibt es auf den Webseiten der Vereine zu finden.