Abstiegsgespenst beim Geisterspiel | Der FC Augsburg empfängt zum Wiederbeginn den VfL Wolfsburg

Mehrere Wochen pausierte die Bundesliga wegen der Corona-Beschränkungen. Heute startet der Spielbetrieb wieder, allerdings ohne Zuschauer. Der FC Augsburg empfängt in der leeren Arena Wolfsburg. Auch der neue Cheftrainer Heiko Herrlich wird nicht dabei sein, dies hat aber andere Gründe.

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Eduard Löwen könnte erneut in der ersten Elf stehen | Foto: Sebastian Pfister

Über Sinnhaftigkeit und ethische Vertretbarkeit der Wiederaufnahme des Spielbetriebs wurde in den letzten Wochen viel gesprochen. Viele Menschen in Deutschland sind dafür, viele sind dagegen. Gerade aus den aktiven Fanszenen kommt Gegenwind gegen einen Neustart ohne Zuschauer, werden die restlichen Begegnungen der Saison doch als sogenannte Geisterspiele ausgetragen. „Fußball ist die schönste Nebensache der Welt, ohne Fans im Stadion verkommt er zur Nebensache.“, so auch der Augsburger „Uli-Biesinger-Tribüne e.V.“. Heute starten die beiden Bundesligen nach der „Corona-Pause“ aber dennoch wieder in den Ligaalltag. Der FC Augsburg bekommt es in der leeren Arena mit dem VfL Wolfsburg zu tun.

FCA muss ohne Herrlich den Trend stoppen

Schon vor dem Saisonunterbruch hätte der kurz zuvor als Trainer verpflichtete Heiko Herrlich sein Debüt feiern sollen, Corona machte einen Strich durch diese Rechnung. Heute wird er nach seinem Supermarktausflug ebenfalls nicht an der Seitenlinie stehen (wir berichteten). Co-Trainer Tobias Zellner wird für das Team verantwortlich sein und mit ihm versuchen den Trend zu stoppen. Sicher keine leichte Aufgabe unter den aktuellen Gegebenheiten.

Vier der letzten fünf absolvierten Partien hatte der FCA verloren, in der Rückrundentabelle ist dies mit dem letzten Tabellenplatz gleichbedeutend. Ein verbliebener Vorsprung von fünf Punkten auf Fortuna Düsseldorf auf dem Relegationsplatz bedeutet, dass beim heutigen Geisterspiel das Abstiegsgespenst zu Gast sein wird. Mit einem Sieg über die Wölfe soll dieses nach Möglichkeit schnell wieder aus der Arena vertrieben werden. 

Konnte Wolfsburg seine Form über die Unterbrechung retten?

Ob dies aber ausgerechnet gegen den Tabellensiebten klappen kann? Vor dem Ligastopp waren die Niedersachsen in der Bundesliga sechs Mal in Folge ungeschlagen geblieben. Was von dieser Form allerdings im Heimtraining und bei der Arbeit in Kleingruppen geblieben ist, wird sich ab 15:30 Uhr zeigen. Neben Toptorjäger Weghorst (Gelbsperre) wird Wolfsburg auch auf die verletzten William, Camacho, Gerhardt und Guilavogui verzichten müssen. Auch ohne die zahlreichen Ausfälle möchte VfL-Trainer Glässner aus Schwaben etwas mitnehmen: „Egal, wie Augsburg auftritt, wir brauchen gute Lösungen. Ich denke, dass wir dazu in der Lage sind.“

Ja, wie wird Augsburg eigentlich auftreten? Zu diesem Thema hat sich Heiko Herrlich in der inzwischen „legendären“ Pressekonferenz am Donnerstag eher bedeckt behalten. Man wolle mit viel Leidenschaft druckvoll agieren, dies wollte sein Vorgänger Martin Schmidt aber auch immer. Zuletzt mit weniger Erfolg.Mit welcher Elf der neue Coach seine Spielidee angehen will ließ er unbeantwortet: „Wir wollen den Vorteil behalten, dass der Gegner nicht weiß, wie wir anfangen.“ Klar scheint nur, dass Finnbogason mit Knieproblemen ausfallen könnte. 

Die voraussichtliche Aufstellung

Luthe – Framberger, Gouweleeuw, Uduokhai, Max – Khedira, Baier –  Richter, Löwen, Vargas – Niederlechner