Abwehr der ECDC Memmingen Indians komplett, Überraschung inklusive

Der ECDC Memmingen kann zwei weitere Vertragsverlängerungen vermelden. Routinier Sven Schirrmacher sowie Talent Maxim Mastic nehmen die beiden letzten Plätze in der Verteidigung der kommenden Spielzeit ein. Schirrmacher wird den Indians als Standby-Verteidiger zur Verfügung stehen, Mastic, der gelernter Stürmer ist, wird erstmals fest zur Defensive zählen.

Schirrmacher
Schirrmacher bleibt den Indians doch erhalten | Foto: Alwin Zwibel

Im vergangenen Jahr wechselte der junge Deutsch-Slowake Maxim Mastic aus der multinationalen Alps Hockey League zum ECDC. Ausgebildet wurde der Allrounder hauptsächlich in Tschechien und in der Red Bull Akademie in Salzburg. Aufgrund seiner deutschen Vergangenheit, Mastics Vater spielte jahrelang als Eishockey-Profi bei mehreren Clubs in den ersten drei Ligen, hatte der in Wolfsburg geborene Linksschütze Anspruch auf den deutschen Pass. Dessen Ausstellung verzögerte sich etwas, so dass Mastic erst Anfang Dezember vollends in den Spielbetreib starten konnte. Der junge Angreifer fügte sich gleich gut in das Team ein und wurde zunächst als Center in der vierten Reihe eingesetzt. Im Laufe der Zeit funktionierte Daniel Huhn den Linksschützen zum Verteidiger um und machte aus der Personalnot eine Tugend. Eine Aufgabe, die Mastic mit Bravour meisterte, weshalb die Verantwortlichen auch in der kommenden Saison mit dem ehemaligen Nachwuchs-Nationalspieler der Slowakei als Defensivakteur planen. Maxim Mastic wird in Zukunft mit der #61 bei den Indians auflaufen.

Sven Müller: „Maxim hat, als wir personell am Limit waren, bewiesen, dass er auch als Verteidiger sehr gute Leistungen abrufen kann. Bei seinen Einsätzen, in denen er teilweise sogar in der ersten Reihe agieren musste, hat er uns gezeigt, zu was er fähig ist und gleichzeitig auch selber Gefallen an der neuen Position gefunden, sodass wir ihn nun bis auf Weiteres in der Defensive einplanen.“

 

Verlängert: Sven Schirrmacher steht den Indians weiter zur Verfügung

Nach langen Gesprächen und intensiver Bedenkzeit steht nun auch fest, dass Verteidiger Sven Schirrmacher seinen Vertrag bei den Indians um ein weiteres Jahr verlängert hat. Der bald 32 Jahre alte Memminger wird, vorerst als Standby-Verteidiger, den letzten Platz in der rot-weißen Defensive einnehmen. Er geht damit in die zwölfte Spielzeit bei seinem Heimatverein.

Der 31 Jahre alte Familienvater wird dabei aber vorerst nur als Standby-Verteidiger im Team von Daniel Huhn agieren. Lange Zeit war unklar, ob Schirrmacher, der Vater einer Tochter und voll berufstätig ist, überhaupt noch den hohen Aufwand in der Oberliga weiter betreiben kann. Bereits in den letzten Jahren konnte der Rechtschütze berufs- und familienbedingt, nicht mehr so regelmäßig wie gewohnt an den Trainingseinheiten des Teams teilnehmen, trotzdem lieferte Schirrmacher weiter konstant gute Leistungen ab. Insgesamt lief der Rechtsschütze bereits knapp 390 Mal für die Indians auf, die 400er-Marke soll auf jeden Fall noch fallen. „Das ist doch ein gutes Ziel, was man sich setzen kann“, so Schirrmacher.

Bereits früh nach der Saison kamen der Verteidiger und die Verantwortlichen der Rot-Weißen zusammen, um nach möglichen Lösungen für einen Verbleib des Spielers mit der Rückennummer 33 zu suchen. Herausgekommen ist ein flexibler Vertrag, der an Spieleinsätze geknüpft ist und beiden Parteien entgegenkommt. 

Sven Müller: „Wir freuen uns sehr, dass wir Sven als neunten Verteidiger für die kommende Spielzeit gewinnen konnten. Er wird uns, wenn Not am Mann ist, unterstützen und vorrangig bei Heimspielen zur Verfügung stehen. Auf ihn kann man sich jederzeit verlassen, seine Erfahrung und Klasse tun uns, und besonders den jungen Spielern, extrem gut.“

Sven Schirrmacher: „Ich bin froh, dass wir gemeinsam eine Lösung gefunden haben, wie ich den Indians weiter erhalten bleiben kann. Trotz vieler Pflichten im privaten und beruflichen Bereich, werde ich so auch in der neuen Saison meiner Leidenschaft nachgehen können, ich freue mich bereits auf die kommenden Spiele vor unseren Fans“.