ADAC befürchtet mehr Staus durch Fahrradwege

Der ADAC kritisiert einen Umbau der öffentlichen Infrastruktur auf Kosten der Autofahrer. „Eine Umverteilung der vorhandenen Infrastruktur zu Lasten des Autos verschärft absehbar die Stauprobleme in unseren Städten“, sagte ADAC-Verkehrspräsident Gerhardt Hillebrand den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Freitagsausgaben). Zwar sei es angesichts der ohnehin bestehenden Staubelastung in den Ballungsräumen und Innenstädten sinnvoll, wenn auch andere Verkehrsmittel genutzt werden würden.

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„Doch wir können nicht davon ausgehen, dass alle Menschen bereit und in der Lage sein werden, Fahrrad zu fahren“, so der ADAC-Verkehrspräsident weiter. Selbst begeisterte Fahrradfahrer würden im Winter auf andere Verkehrsmittel zurückgreifen. Der Öffentliche Nahverkehr müsse zudem den gestiegenen Ansprüchen an Sicherheit und Hygiene genügen. „Zur Ehrlichkeit gehört auch, dass das Auto für viele Menschen aus guten Gründen derzeit das Mittel der Wahl ist“, sagte Hillebrand den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Seit dem 28. April ist die neue Straßenverkehrsordnung in Kraft, mit ihr sollen unter anderem Fahrradfahrer besser geschützt werden, indem Autofahrer beim Überholen mindestens 1,50 Meter Abstand halten müssen und die Bußgelder verschärft wurden. In Berlin hat die Senatsverwaltung in der Coronakrise temporäre Radwege, sogenannte Pop-Up-Radwege, errichtet. Solche Radwege fordert der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) verstärkt in anderen Städten.