Der CDU-Kandidat auf den Posten des Oberbürgermeisters von Görlitz, Octavian Ursu (51), hat darauf hingewiesen, dass sich viele Bürger in Görlitz Sorgen um ihre Zukunft machen, falls AfD-Kandidat Sebastian Wippel die Stichwahl am Sonntag gewinnen sollte. „Viele Bürger machen sich Sorgen und fragen sich, ob sie in Görlitz bleiben wollen“, sagte Ursu im Gespräch mit RTL.de.

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Der amtierende OB Octavian Ursu äußert die Sorgen vieler Görlitzer. | Foto: Christoph Reichelt – CDU Sachsen

Octavian Ursu weiter: „Ich sehe die Attraktivität der Stadt gefährdet, wenn die AfD hier gewinnen sollte. Sie steht für das Gegenteil, sie steht für die Abschottung der Stadt nach außen. Bei dieser Wahl prallen also zwei Gegensätze aufeinander.“

Ursu schließe zwar nicht aus, auch mit der AfD zusammenzuarbeiten, er bevorzuge aber andere Mehrheiten: „Ich werde mir meine Mehrheit woanders suchen. Das ist der Unterschied: Ich bin mehrheitsfähig, die AfD nicht. Das müssen sie auch so lernen, dass Demokratie so funktioniert, mit Kompromissen und Koalitionen.“

Ursu kritisierte weiterhin, dass die AfD bewusst falsche Informationen im Wahlkampf gestreut habe: „Die AfD macht Wahlkampf für Sebastian Wippel mit dem Satz ‚Ein Görlitzer‘. Das heißt im Umkehrschluss, dass sie mich nicht als einen Görlitzer betrachten.“

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Sebastian Wippel (AfD) könnte OB in Görlizt werden | Foto: Steffen Prößdorf

Für den Fall, dass Ursu die Wahl nicht gewinnen sollte, sagte der gebürtige Rumäne: „Ich habe keine Angst vor der Zukunft, ich habe in meinem Leben schon viel erlebt.“

Octavian Ursu sitzt im Görlitzer Stadtrat und seit 2014 für die CDU im sächsischen Landtag. Im ersten Wahlgang der Wahl zum Oberbürgermeister der Stadt Görlitz bekam Ursu 30,3 Prozent der Stimmen. AfD-Kandidat Sebastian Wippel bekam 36,4 Prozent.