In der AfD haben führende Politiker des sogenannten bürgerlichen Lagers den Hauptexponenten der Parteiströmung „der Flügel“, Björn Höcke, herausgefordert, bei den anstehenden Vorstandswahlen selbst anzutreten. Mehrere Landesvorsitzende und stellvertretende Bundesvorsitzende aus Westdeutschland verlangten in der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ von ihm, bei der nächsten Wahl des Bundesvorstandes anzutreten. Sie reagierten damit auf einen Angriff Höckes auf die jetzige Parteiführung während des sogenannten Kyffhäuser-Treffens des „Flügels“ Anfang Juli. Björn Höcke, über dts Nachrichtenagentur

Die AfD-Politiker hoffen laut Zeitung, dass Höcke bei einer Bewerbung in der Bundespartei scheitern werde, weil die ostdeutschen Landesverbände, in denen der „Flügel“ stark ist, nur wenig Parteitagsdelegierte stellen. Zu den Herausforderern gehören der Landesvorsitzende in Rheinland-Pfalz, Uwe Junge, sowie die beiden Hessischen Landesvorsitzenden Robert Lambrou und Klaus Herrmann. Junge sagte der FAS, wenn jemand wie Höcke meine, nur er wisse, „wo es langgehe“, dann solle der auch „seinen Hut in den Ring werfen“.

Höcke müsse jetzt den „Schneid“ haben, sich den Mitgliedern zu stellen. „Dann wäre das dann auch entschieden, und ich bin mir sicher, er wird scheitern“, so Junge. Herrmann, einer der beiden Landesvorsitzenden aus Hessen, stellte in der FAS fest, mit seinen Attacken habe Höcke „die Machtfrage“ gestellt. Deshalb dürfe er sich auf dem Bundesparteitag im November nicht verstecken.