Aichach – Friedberg | Ein Buch für die Naturschätze kommt

Im Wittelsbacher Land begegnen einem Naturschätze, die landes- und europaweite Qualitätskriterien erfüllen und auf die man stolz sein darf, das belegen Einschätzungen renommierter Fachleute von Flora und Fauna. 

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Ranken b.Handzell | Foto: R.Engemann

Eine Veröffentlichung über diese Naturschätze im Wittelsbacher Land auf den Weg zu bringen, gelang den Initiatoren der Naturschutzbehörde am Landratsamt AichachFriedberg vor etwa drei Jahren, der Landschaftspflegeverband Aichach-Friedberg konnte als Träger zu gewonnen werden. Zur Finanzierung des Projekts trugen Fördermittel des Leader-Programms ELER bei, über das bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung ländlicher Räume. Mit einem letzten Treffen der projektbegleitenden Arbeitsgruppe am 30. Juni soll das im Entwurf vorliegende Werk nun noch fit gemacht werden für die Schlussredaktion und die Drucklegung.

Ein zentrales Anliegen des Projekts war es von Anfang an, in einen intensiven Dialog mit regionalen Experten zu treten, Wissen zu lokalen Besonderheiten einzubinden und den Arbeitsprozess Schritt für Schritt in enger Abstimmung mit einer projektbegleitenden Arbeitsgruppe zu gestalten – ganz im Sinne des „Bottom-up-Prinzips“.

Im Spätsommer 2012 beauftragte der Landschaftspflegeverband Aichach-Friedberg das Büro „peb Gesellschaft für Landschafts- und Freiraumplanung Dachau“ damit, eine Publikation zu Naturschätzen des Wittelsbacher Landes zu erstellen. Alle Beteiligten freuen sich, dass nun, nach fast zwei Jahren intensiver fachinhaltlicher und grafischer Arbeit, das Werk mit etwa 150 bebilderten Textseiten als Entwurfsfassung vorliegt.

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In engem Zusammenhang mit der Existenz und dem Zustand der Naturschätze stehen die vielen vom Landschaftspflegeverband durchgeführten Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen auf den jeweiligen Flächen. Ohne diesen Dienst für die Allgemeinheit hätten viele Naturschätze nicht die hohe Qualität oder wären gar verschwunden. Intention des Buches ist es weiterhin, die Bevölkerung wie auch die Besucher des Wittelsbacher Landes über die Qualitäten ihrer heimischen Naturschätze zu informieren, sie für deren Empfindlichkeiten zu sensibilisieren und damit einen sorgsamen Umgang zu fördern. Außerdem zielt es darauf ab, aufmerksam zu machen auf die Vielfalt an Lebensräumen, Pflanzen und Tieren, auf den Wert der Naturgüter Boden und Wasser oder auf das Erholungspotenzial unserer Landschaft. Gerade bewusst wahrgenommene singuläre Phänomene wie beispielsweise eine uralte, dickstämmige, knorrige Eiche, ein naturnaher Mäanderbogen der Paar oder orchideenreiche Lechheiden, sind geeignet, die Identifikation der Bevölkerung mit ihrer Heimat und ihrem Wohnumfeld zu steigern.

Alle, die sich für die Region interessieren, dürfen vielerlei überraschende und spannende Geschichten zu Natur und Landschaft des Wittelsbacher Landes erwarten, darunter möglicherweise auch weniger bekannte Details, so mutmaßen die Autoren. Typische Eigenarten dieser Region in ihren vielfältigen Facetten sollen anhand eindrucksvoller Bilder sowie aussagekräftiger Erläuterungen näher gebracht werden und damit das Verständnis für unsere Landschaft stärken. Dabei war es den Bearbeitern ein besonderes Anliegen auch naturwissenschaftliche Grundlagen möglichst präzise widerzuspiegeln. Parallel zu den in Buchform dargestellten Naturschätzen erfolgt auch eine webbasierte Aufbereitung.