AKK spekuliert über Exit-Strategie von Ausnahmezustand

Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) hat Aspekte aufgelistet, die Teil einer Exit-Strategie aus dem Ausnahmezustand sein könnten. „Vieles deutet darauf hin, dass die besondere Isolation von Risikogruppen, flächendeckende Tests und auch das Sammeln, Nachverfolgen und Auswerten der Daten zu Risikogruppen, Infizierungen, Erkrankungen und Heilungen uns dabei helfen können, gangbare Wege zu finden, um schrittweise die Einschränkungen wieder aufzuheben“, sagte Kramp-Karrenbauer der „Welt“ (Freitagausgabe). Freiheit sowie „gesellschaftliches und wirtschaftliches Leben“ seien sehr wichtig.

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„Gleichzeitig muss unser Gesundheitssystem der Infektionswelle standhalten können“, so die CDU-Politikerin. Auf die Kritik an der Übernahme von zivilen Aufgaben der Bundeswehr erwiderte Kramp-Karrenbauer: „Mein Eindruck ist, dass viele Menschen sich wünschen, dass die Bundeswehr hilft, wenn das nötig ist.“ Das Verhalten mancher Länder in der Europäischen Union kritisierte die Verteidigungsministerin. „Der Corona-Nationalismus mancher Regierungen und Politiker ist erschreckend“, so die CDU-Bundesvorsitzende. Sie sei froh, dass sich Deutschland auch damit beschäftige, wie man etwa Spanien, Frankreich und Italien helfen könne. In Bezug auf ihr Amt als Verteidigungsministerin sagte sie: „Wir sind im intensiven Gespräch mit unseren Verbündeten über Produktion und Austausch der Materialien, Schutzausrüstungen und Beatmungsgeräte, die jetzt alle brauchen.“ Zwar sei auch in Deutschland Material und Personal begrenzt, „aber Europa muss zusammenstehen – gerade jetzt“.

Im Gegensatz zu anderen Politikern ist die Verteidigungsministerin eigenen Angaben zufolge nur am Wochenende im Homeoffice. „Wir haben im ganzen Ministerium Teams gebildet, die sich zwischen Büro und Homeoffice abwechseln und im Fall einer nötigen Quarantäne wechseln können. So bleiben wir immer voll arbeitsfähig.“