Es wird oft konstatiert, der Arbeitsmarkt sei heute ein Bewerbermarkt. Heute würden sich ihr Unternehmen bei den Talenten bewerben müssen und nicht umgekehrt. Sicher ist, der Arbeitsmarkt befindet sich im Wandel. Im Jahr 2021 wurden mehr Jobangebote gelistet, als es Arbeitssuchende gab, und auch im Jahr 2022 scheint sich der Trend fortzusetzen.

War der Arbeitsmarkt Jahr 2020 nach Ausbruch der Corona-Pandemie noch von einer relativ starken Inaktivität geprägt, folgten im Jahr 2021 Nachholeffekte. Das Jahr wurde bestimmt durch eine Kündigungswelle und damit verbunden eine besonders hohe Fluktuation, auch genannt „The Great Resignation“. Zudem bestimmen längerfristige Trends den Arbeitsmarkt. Immer weniger Menschen, die in Deutschland wohnhaft sind, stehen dem Arbeitsmarkt zur Verfügung. Der Fachkräftemangel beeinträchtigte laut einer Studie im zweiten Quartal 2022 das Geschäft von 44 Prozent der Unternehmen. Die Arbeitslosenquote sank in der ersten Hälfte des Jahres 2022 ebenfalls.

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Symbolbild

Die Corona-Pandemie und damit verbundene Dynamiken im Arbeitsmarkt haben dazu geführt, dass viele ihre berufliche Situation hinterfragt haben. Viele Aktivitäten verlagern sich ins Internet, viele Menschen sind aufgrund der Erfahrungen, die sie während der Corona-Pandemie gemacht haben, viele Menschen verdienen Geld an Krypto-Börsen oder Online Spiele mit Casino Bonus für viele rückte die Sinnfrage und der Wunsch nach Selbstbestimmung und Flexibilität stärker in den Mittelpunkt. Viele einen Berufs- oder Branchenwechsel in Betracht. So haben sich die Suchanfragen auf StepStone.de nach dem Begriff „Quereinsteiger“ allein im vergangenen halben Jahr mehr als verdoppelt. Es liegt nun also an den Arbeitgebern, von ihren Mitarbeitern als attraktiv wahrgenommen zu werden.

Mit welchen Initiativen die Arbeitgeber die Arbeitnehmer überzeugen können:

  • Grundsätzlich sollten sich die Unternehmen über die Bedürfnisse der Arbeitnehmer informieren und auf Feedback reagieren.
  • Viele Arbeitnehmer fordern inzwischen „New Work“. Dieses Konzept ist geprägt durch bedeutet Eigeninitiative, räumliche und zeitliche Flexibilität der Arbeit, flache Hierarchien und agiles Arbeiten, sowie eine innovative Gestaltung des Büros, die kollaboratives Arbeiten ermöglicht. Je nach Branche und Vorstellungen der Mitarbeiter kann es für die Unternehmen sehr wichtig sein, dies zu gewährleisten.
  •     Ebenfalls wichtig für viele Arbeitnehmer ist eine von Diversität, Gleichheit und Inklusion geprägte Unternehmenskultur. Ein weiteres wichtiges Thema sind Benefits und Umweltkriterien. Werden diese Themen beachtet und der diesbezügliche Fortschritt hierzu gut kommuniziert, kann dies die Attraktivität des Arbeitgebers und die Unternehmenskultur sehr fördern. 
  •     Den Mitarbeitenden Möglichkeiten zur internen Umorientierung bieten. Aktuell können sich viele Arbeitnehmer einen Quereinstieg vorstellen. Dennoch fordern viele Unternehmen in ihren Stellenanzeigen ein spezifisches Studium und viele Qualifikationen. Unternehmen können Mitarbeiter halten, wenn sie die Möglichkeit zu einem internen Quereinstieg mit entsprechender Weiterbildung bieten.
  •     Bei einem Jobwechsel kann oft auch ein höheres Gehalt vereinbart werden. Deswegen sollten Unternehmen überlegen, welchen Mitarbeitern sie eine Gehaltserhöhung anbieten sollten, um den Verbleib im eigenen Unternehmen attraktiver zu gestalten. 
  • Die Arbeitgeber sollten flexible Homeoffice Lösungen ermöglichen. Denn laut Studien bevorzugt die Mehrheit der Arbeitnehmer, permanent von zu Hause arbeiten, während sich viele auch ein Hybridmodell zwischen Büro und Home Office wünschen. Darüber hinaus können mit Remote Working auch Arbeitskräfte aus anderen Regionen angeworben werden. 
  •     Wenn Home Office geboten wird, ist es wichtig, Formate zu schaffen, die auch Mitarbeitende im Homeoffice motivieren und ins Team einbinden.
  •     Da die Grenze zwischen Arbeit und Privatleben immer mehr verschwimmt, nehmen laut Studien in Deutschland auch Arbeitssucht und wohl damit verbunden Burn-outs zu. Auch schon vor der Corona-Pandemie stellen Burn Outs ein nicht zu ignorierendes Problem dar. Um so wichtiger ist es, diesen vorzubeugen und gegebenenfalls sinnvoll mit diesen umzugehen. 

Wenn diese Tipps beachtet werden, sollte es für das Unternehmen besser möglich sein, seine Mitarbeiter zu halten. Dennoch kann ein Arbeitgeberwechsel eines Mitarbeiters aufgrund dessen persönlicher Situation auch für beide Seiten sinnvoll sein. Werden aber die Tipps zur Steigerung der Zufriedenheit der Arbeitgeber befolgt, so ist dem Unternehmen alleine schon dadurch geholfen, dass die Angestellten das positive Arbeitsklima des Unternehmens eher nach außen kommunizieren und dieses so attraktiver für andere Bewerber wird.