„Alle Jahre wieder….“ | Probleme beim Aufstellen des Augsburger Christbaums

„Alle Jahre wieder….“ das selbe Prozedere. Erst dauert es bis man den richtigen Christbaum ausgesucht hat, und dann gibt es Probleme beim Aufstellen. Die Spitze ist nicht zu finden. Die Lichterkette ist defekt oder hat sich wie aus Zauberhand im Sommer komplett verwurstelt. Oder der Baum steht einfach komplett schief. Warum soll dies beim „Christbaums für Alle“ anders sein, wie gestern auf dem Augsburger Rathausplatz beobachtet.

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Der Christbaum bereitete den Feuerwehrleuten Kopfschmerzen.

Auf dem Augsburger Rathausplatz steht in diesem, wie in jedem Jahr ein großer Christbaum. Bereits in wenigen Tagen wird er von den Buden des Christkindlesmarktes umringt sein und einen herrlich leuchtenden Fixpunkt im Marktgeschehen bilden. Doch wer kennt das nicht vom heimischen Wohnzimmer. Das Aufstellen des Baumes verläuft selten ohne Komplikationen. Irgendetwas ist immer. So auch beim städtischen Weihnachtsbaum. Verzögerte sich im vergangenen Jahr das Aufstellen der Tanne wegen eines defekten Krans um einen ganzen Tag, so stellte heuer der hölzerne Koloss selbst das Problem dar.

Prächtiger Baum mit einem Makel

Gestern wurde der „Christbaum für Alle“ auf dem Rathausplatz aufgestellt. Die Tanne ist ca. 22 Meter hoch und rund 40 Jahre alt. Sie ist eine Spende von einer Familie aus der Gemeinde Merching. Ein schöner und prächtiger Baum. Doch genau daraus resultiert die Schwierigkeit. Er hatte mit seinem dichten Astwerk einen „Makel“ verdeckt.

In einer Höhe von knapp 12 Metern gabelt sich der Baum auf. Eine Doppelspitze war über die Jahre gewachsen. Doch nicht diese Besonderheit, die vom Boden aus nicht zu sehen war, ist das Problem. Die Stelle an der sich die beiden Stämme trennen, hätte fast verhindert, dass der Baum für die kommenden Wochen seinen Platz in Augsburgs guter Stube bekommt.

Ungefähr an dieser Stelle muss von der Berufsfeuerwehr ein sogenanntes Stammeisen angebracht werden, um den Baum bei Wind und Wetter stabil zu halten. Erst nach Rücksprache mit einem Statiker und viel handwerklichem Geschick konnte die Befestigung angebracht werden. Hätte diese Nordmanntanne nicht verwendet werden können, hätte sie abtransportiert werden müssen. Natürlich hätte man auf der „Ersatzbank“ weitere dieser grünen Riesen gehabt, durch Fällung, Transport und den erneuten Aufstellprozess hätte sich der Aufbau des Christkindlesmarktes wohl klar verzögert.

Jetzt steht er aber, der „Augsburger Christbaum für Alle“.Wenn der Christindlesmarkt am 21.November eröffnet wird, bringt das Strahlen seiner Kerzen bestimmt nicht nur Kinderaugen zum leuchten.