Alles Mist?! | Wie der Augsburger Zoo aus Elefantenkot etwas Besonderes macht

„Wohin mit dem ganzen Mist?“, diese Frage hat sich wohl schon jeder mindestens einmal gestellt. Im Zoo Augsburg ist man da auf eine ganz kreative Idee gekommen.

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Tina John (Zoo Augsburg) präsentiert stolz mit Papiermacher Klaus Wengenmayr (re.) das erste Augsburger Elefantenpapier. Auch Tierpfleger Garry freut sich. | Foto: Dominik Mesch

Klaus Wengenmayr ist Wirt des urigen „Brechts Bistro“ in der Augsburger Altstadt. Jeden Abend steht er hier und bewirtet seine Gäste. Doch er führt ein Doppelleben. Untertags betreibt er eine der letzten Papiermanufakturen. Aus nahezu allem stellt er seine Seiten per Hand her. „Für Karl Lagerfeld haben wir ein Duftpapier gemacht. Wir haben dafür ein Lagerfeld-Parfüm zugegeben und ein „Karl“ Wasserzeichen hergestellt. Das Papier roch echt super.“, weiß er zu berichten. Und auch für einen weiteren Prominenten durfte er schon tätig werden. „Johann Lafer wollte, dass ich ihm ein Papier aus einer Gemüsesuppe und ähnlichem herstelle. Auch das wurde eine tolle Sache.“

Was in Lafers-Süppchen steckte hätte auch den Elefanten im Augsburger Zoo geschmeckt. Vom Werk des Meisters haben sie allerdings nichts abbekommen, aber auch sie dürfen nun mit Wegenmayer „zusammenarbeiten.“ Die beiden Dickhäuter des Tierparks liefern den Rohstoff für die neueste Kreation des Papiermachers: Elefantenpapier.