Über 200 Personen kamen am Mittwoch ins Haus Oberallgäu, um die Bürgerinitiative „Rettet den Grünten“ zu gründen. Moderiert wurde der Abend von der Sonthoferin Nadja Ewald-Harich und dem Sulzberger Max Stark.

„Wir wurden so überrannt, dass wir vom Atrium in den großen Saal des Hauses Oberallgäu umziehen mussten“ freut sich Nadja Ewald Harich über die große Resonanz.

Als Leitbild der neuen Bürgerinitiative wurden 15 Punkte vorgestellt: Darunter Leitziele wie „Der Grünten darf kein Rummelplatz werden“, „Ein authentisches Bergerlebnis bewahren“ oder „Die traditionelle Alpwirtschaft weiterführen“.

Es wurden Statement von unterschiedlicher Seite vorgetragen, u.a. von Rettenberger und Kranzegger Bürgern, von Grundstücks- und Alpbesitzern, vom Bund Naturschutz und Fridays für Future sowie vom Freundeskreis Riedberger Horn.

Fridays for Future machte noch mal seine aktuelle Online-Petition an Landrat Klotz bekannt: „#rettetdengruenten: Der Grünten ist kein Rummelplatz“. Aktuell haben die Petition schon ca. 7000 Menschen unterschrieben.

Es waren auch zahlreiche Vertreter aus der Kommunalpolitik anwesend.

Am Gründungsabend wurde ein ca. 30 köpfiger Organisationskreis gebildet, der die weiteren Aktivitäten der Bürgerinitiative planen wird.

Max Stark zeigt sich zuversichtlich, dass die Bürgerinitiative etwas bewegen kann: „Der Abend hat gezeigt, dass vielen Allgäuern ein naturnaher Tourismus ohne Eventinfrastruktur wichtig ist. Die Planungen am Grünten passen in Zeiten des Klimawandels nicht mehr in ein modernes Tourismusleitbild.“