Allgäu | Etwa 100 Rinder kommen bei Brand einer Landwirtschaft ums Leben

In der Nacht zum Donnerstag (19./20.08.2020) kam es am Sonnenweg in Wolfertschwenden (Unterallgäu) trotz sofortiger Alarmierung zum Vollbrand einer landwirtschaftlichen Halle.

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Symbolbild

Gegen 02:40 Uhr ging bei der Einsatzzentrale der Polizei ein Notruf eines Anwohners ein. Das benachbarte landwirtschaftliche Anwesen stehe in Flammen.

Nach sofortiger Anfahrt der Einsatzkräfte befand sich eine Maschinenhalle mit Stohlager im Vollbrand. Ein Übergreifen des Feuers auf ein angrenzendes Stallgebäude und ein Wohnhaus konnte nicht mehr verhindert werden. Eine Gefahr für Bewohner bestand nicht, diese hatten ihr Haus bereits selbständig verlassen.

Der Brandort musste durch Kräfte der Polizei Memmingen weiträumig abgesperrt werden. An beiden Ortseinfahrten (Hauptstraße) war für den Fahrzeugverkehr kein Durchkommen mehr möglich.

Zwischenzeitlich bestand durch Funkenflug Gefahr für ein benachbartes Gebäude der Pfarrei. Die Pfarrei und eine an das Brandobjekt angrenzende Biogasanlage konnten von der Feuerwehr vor einem Überschlagen der Flammen gesichert werden.

Die vom Feuer betroffenen Gebäude samt Inhalt brannten fast vollständig ab. In der abgebrannten Maschinenhalle befand sich landwirtschaftliches Gerät, Stroh und Futtermittel.

Der ebenfalls abgebrannte Viehstall war für die Unterbringung von circa 300 Rindern vorgesehen. Ein Großteil der Tiere befanden sich zur Zeit des Brandes auf der Weide.

Mehrere Tiere befanden sich unmittelbar im Brandobjekt. Nachdem das Brandobjekt derzeit noch nicht betreten werden kann ist die genaue Zahl der verendeten Tiere noch nicht bekannt. Es wird aber aktuell von etwa 100 verendeten Tieren ausgegangen.

Durch den Großbrand entstand ein Sachschaden in Millionenhöhe.

Es waren die Feuerwehren Wolfertschwenden, Grönenbach, Ottobeuren, Ittelsburg, Niederdorf, Ziegelberg und Mindelheim mit ca. 170 Kräften bis in den späten Vormittag im Einsatz. Rettungsdienste waren vorsorglich mit mehreren Fahrzeugen vor Ort.

Das Technische Hilfswerk (THW) unterstützte ebenfalls mit 20 Kräften bei den Abbrucharbeiten und Bewertete das Brandobjekt in Bezug auf eine etwaige Einsturzgefahr.

Kräfte der Polizeiinspektion Memmingen und des Kriminaldauerdienstes der Kriminalpolizei Memmingen übernahmen die Erstermittlungen vor Ort. Die weiteren Ermittlungen zur Brandursache übernahm noch am Vormittag das zuständige Fachkommissariat der Kriminalpolizei Memmingen. Aktuell kann diesbezüglich noch keine valide Aussage getroffen werden. Ein Betreten des Brandobjekts ist aktuell nicht möglich. Ein Brandsachverständiger wird im weiteren Verlauf hinzugezogen werden.

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