Allgäuer Milchviehhalter gehört zu den 30 besten Landwirten Deutschlands

Milchviehhalter Josef Müller aus Oberostendorf (Kreis Ostallgäu) gehört zu den 30 besten Landwirten Deutschlands: Er hat sich für den CeresAward, den bedeutendsten Preis für Landwirte im gesamten deutschen Sprachraum, qualifiziert und wird nun von unseren Juroren auf seinem Hof besucht und beurteilt. Am 18. Oktober hat er in Berlin die Chance, als Sieger in der Kategorie „Milchviehhalter“ oder sogar mit dem Titel „Landwirt des Jahres“ ausgezeichnet zu werden.

cow-234835_1280 Allgäuer Milchviehhalter gehört zu den 30 besten Landwirten Deutschlands Landkreis News Ostallgäu Wirtschaft Landwirt des Jahres Milchvieh Oberostendorf | Presse Augsburg
Symbolbild

Seit fünf Jahren würdigt der dlv Deutscher Landwirtschaftsverlag mit dem CeresAward Landwirtinnen und Landwirte, die Außergewöhnliches leisten und sich dabei ihrer Verantwortung für Mitmenschen, Tiere und Umwelt bewusst sind. Neben dem Gesamtsieger, dem Landwirt des Jahres, werden Sieger in zehn Einzelkategorien (Ackerbauer, Biolandwirt, Energielandwirt, Geflügelhalter, Geschäftsidee, Junglandwirt, Manager, Milchviehhalter, Schweinehalter und Unternehmerin) gekürt – sie spiegeln die Vielfalt moderner Landwirtschaft wider.

Auch in diesem Jahr wuchs die Zahl der Bewerbungen wieder: Mehr als 180 gingen bis zum Anmeldeschluss Ende März beim dlv Deutscher Landwirtschaftsverlag ein. „Der CeresAward begeistert die Branche. Landwirte nutzen den Preis, um sich und ihre Arbeit der Öffentlichkeit zu zeigen. Sie wollen der Landwirtschaft ein Gesicht geben und aufklären,“ sagt Dr. Uwe Steffin, Chefredakteur von agrarheute und Kopf des CeresAward. Auffallend in diesem Jahr seien aber auch Umfang und Qualität der Bewerbungen gewesen. „Nicht wenige Bewerber haben Videos gedreht und die Unterlagen multimedial angereichert. Man sieht, dass viel Zeit und Liebe in die Erstellung der Bewerbungsunterlagen fließt.“

Josef Müller, Milchviehhalter aus 86869 Oberostendorf: Zucht im Blut, PR im Herzen

Es gab eine Zeit, in der BSE-Wahn und Massenkeulungen nicht unbedingt Mut machten, Rinder zu halten. Doch Josef Müller und seine Frau Caroline haben es dennoch gewagt und den Betrieb in Oberostendorf vor über 20 Jahren von Müllers Onkel übernommen. Dann hieß es: anpacken! Und so haben sie im Allgäu einen Vorzeigebetrieb mit 95 Braunviehkühen geschaffen. Mit viel Leidenschaft widmet sich die Familie der Zucht. Und das sehr erfolgreich! Etliche preisgekrönte Tiere und sogar eine Bayernsiegerin stammen aus dem Betrieb. Was Müller macht, ist transparent und in jedem Fall vorzeigbar. So wurden auf seinem Hof schon Imagefilme für das bayerische Landwirtschaftsministerium und für McDonalds gedreht. Um Interessierten vor Ort und live einen Eindruck seiner Arbeit zu geben, plant er einen Besucherraum mit Kuhcafé.

Mit insgesamt sieben Finalisten wird Bayern auf der „Nacht der Landwirtschaft“ in Berlin am stärksten vertreten sein.

Übersicht der Bayerischen Finalisten:

  • Armin Streitberger, Finalist in der Kategorie „Energielandwirt“ aus 95183 Töpen, Oberfranken
  • Andreas Wolfrum, Finalist in der Kategorie „Energielandwirt“ aus 95185 Gattendorf, Oberfranken
  • Tobias Bauer, Finalist in der Kategorie „Milchviehhalter“ aus 95695 Mähring, Oberpfalz
  • Stefan Rothlehner, Finalist in der Kategorie „Schweinehalter“ aus 84130 Dingolfing, Niederbayern
  • Alois Penninger, Finalist in der Kategorie „Manager“ aus 94081 Fürstenzell, Niederbayern
  • Robert Wagner, Finalist in der Kategorie „Ackerbauer“ aus 85051 Ingolstadt-Hundszell, Oberbayern
  • Josef Müller, Finalist in der Kategorie „Milchviehhalter“ aus 86869 Oberostendorf, Schwaben

Vergeben wird der CeresAward nach einem aufwändigen, zweistufigen Verfahren. Zunächst bewertet eine unabhängige Jury aus Fachleuten von Branchenorganisationen, Redakteuren von agrarheute sowie Vertretern des jeweiligen Kategoriesponsors die Bewerbungen. Nur drei Bewerber je Kategorie werden ins Finale gewählt. Um aus diesen die Kategoriensieger sowie den Gesamtsieger zu ermitteln, sind die Jurorenteams in ganz Deutschland, Luxemburg, Österreich und Südtirol in Italien unterwegs, um die Finalisten auf ihren Höfen zu beurteilen. Entscheidend sind dabei nicht Höchstleistungen auf dem Feld oder im Stall, sondern beste wirtschaftliche Ergebnisse bei gleichzeitiger Berücksichtigung bäuerlicher Unternehmertugenden wie Mut, Ideenreichtum sowie Verantwortungsbewusstsein für Familie, Betrieb, Tier, Natur und Gesellschaft.

Als Preisgeld winken dem Gesamtsieger 10.000 Euro für ein Projekt, welches das Ansehen der Landwirtschaft fördert. Hauptsponsor DEUTZ-FAHR stiftet zudem 50 Einsatzstunden mit einem Schlepper aus der aktuellen Serie. Die Sieger der Einzelkategorien erhalten jeweils ein Preisgeld von 1.000 Euro.

Wer in den einzelnen Kategorien das Rennen macht und wer den Titel Landwirtin oder Landwirt des Jahres mit nach Hause nehmen darf, wird bei der feierlichen Preisverleihung im Rahmen der Galaveranstaltung „Nacht der Landwirtschaft“ am 18. Oktober 2018 im Kosmos in Berlin verkündet.

Die Preisverleihung ist ein Branchentreff ersten Rangs, zu der die Veranstalter rund 350 Gäste erwarten. Neben Schirmherrn Joachim Rukwied, Präsident des DBV, werden auch Vertreter der Bundespolitik, wie Bundeslandwirtschaftsministeri n Julia Klöckner, sowie Gäste aus der Agrarwirtschaft und der mit ihr verbundenen Branchen erwartet.