Allgäuer Wasserstoff-Erklärung: FDP-Kreisverbände fordern Hy-Performer-Region

Nach ersten Initiativen 2018 im Allgäu die dieselgetriebenen Nahverkehrszüge durch wasserstoffgetriebene Aggregate zu ersetzen, fordern die FDP-Kreisverbände im Allgäu nun die Bildung einer „Hy-Performer-Region“ für Produktion und Nutzung von Wasserstoff hier im Allgäu.

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Symbolbild

Die Bundesregierung hat nach mehrfachen Verzögerungen im Juni 2020 endlich die
nationale Wasserstoff-Strategie vorgestellt. Im Vorfeld haben sich auch in unserer
Region eigenständig erscheinende Initiativen gebildet. So wird in Lindau aktiv der Bau
einer Tankstelle für Wasserstoff ebenso angedacht wie in Kempten oder
Memmingen. Dank gezielter Forschungen an der Hochschule Kempten sind bereits
Projekte im Gang, die sich derzeit noch auf die Produktion von Wasserstoff z.B. aus
Kläranlagen und ggf. auch dem Müllheizkraft des ZAK in Kempten fokussieren. Der
Landkreis Ostallgäu erreichte die Zusage in einer Studie die Einbindung von
Windkraftanlagen in die Wasserstoffproduktion untersuchen zu können. Im
Oberallgäu bleibt der Einsatz von Wasserstoff betriebenen Zügen perspektivisch auf
der Agenda, wobei dank langer Fahrstrecken ohne Betankung der Einsatz von Lindau
über Kempten nach München und Augsburg oder von Oberstdorf bis Ulm attraktiv
sein kann. Im Rahmen der höchsten Förderstufe „Hy-Performer“ würde die
praktische Anwendung, also auch die Einbindung potentieller Nutzer untersucht
werden. Dazu ist zweckmäßigerweise eine koordinierte Vorgehensweise aller
Landkreise sinnvoll.

Die FDP-Kreisverbände fordern daher alle Entscheidungsträger und Verwaltungen in
den Landkreisen und kreisfreien Städten auf, auf dieses Ziel hinzuarbeiten.