Alstom-Chef sieht Auftrieb für Zugverkehr nach Coronakrise

Der Chef des französischen Zugherstellers Alstom, Henri Poupart-Lafarge, sieht Bahnen, Metros und Trams als Gewinner der Coronakrise. Es gebe „ein starkes Momentum für nachhaltigen Transport“, sagte Poupart-Lafarge dem „Handelsblatt“ (Mittwochsausgabe). Der Luft- und Autoverkehr dagegen werde unter dem beschleunigten Trend zur Nachhaltigkeit leiden.

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Poupart-Lafarge rechnet deshalb mit einer starken Nachfrage nach Alstom-Produkten. Bei Hochgeschwindigkeitszügen, den Konkurrenten des Flugverkehrs, sei „ein zweistelliges Wachstum“ möglich. Der weltweite Lockdown infolge der Covid-19-Pandemie habe auch Alstom getroffen, die Produktion sei beeinträchtigt worden.

Doch werde das Unternehmen bereits Ende Juni wieder mit voller Kapazität arbeiten, so der Alstom-Chef weiter. Am Rendite-Ziel von neun Prozent in 2022/23 hält er fest. Das gilt auch für die beabsichtigte Übernahme von Bombardier Transportation. „Wir stehen nach wie vor vollkommen hinter dieser Transaktion“, sagte Poupart-Lafarge dem „Handelsblatt“.

Bei der Fusionskontrolle durch die Brüsseler Wettbewerbsaufsicht will Alstom einen neuen Weg einschlagen. Nach Möglichkeit sollen die Anmeldung der Fusion und die Berücksichtigung der Auflagen, die Brüssel formuliert, gemeinsam erfolgen. „Wir wollen das in einem Schritt erledigen“, so der Alstom-Chef.