Altomünster | Hund bei Gassi-Tour erschossen – 1.000 Euro Belohnung ausgesetzt

Suche nach Tierquäler im Landkreis Dachau: Medienberichten zufolge erschoss ein Unbekannter am Samstag gegen 17.30 Uhr einen Hund auf einer Gassi-Runde bei Altomünster-Plixenried.

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Symbolbild | mtajmr / Pixabay

Der zweijährige Weimaraner lief etwa zehn Meter vor dem Fahrrad der Hundehalterin her, als er sich an einem noch unbewaldeten Waldstück plötzlich auf den Boden legte. Die Tierhalterin hatte zuvor ein undefinierbares Geräusch gehört, dachte aber, ihr Vierbeiner wolle sich nur ausruhen. Kurz nachdem sie eine blutende Wunde an der Seite des Tieres entdeckte und Hilfe holte, war der Hund tot. Die Verletzung konnte eindeutig als Schusswunde identifiziert werden. Die Dachauer Polizei ermittelt und bittet unter der Telefonnummer 08131 5610 um Zeugenhinweise. Um den Täter zu überführen, setzt die Tierrechtsorganisation PETA jetzt eine Belohnung in Höhe von 1.000 Euro für Hinweise, die zu seiner Ergreifung führen, aus. Zeugen können sich ebenso telefonisch unter 01520 7373341 oder per E-Mail bei PETA melden – auch anonym.

„Bitte helfen Sie mit, diese grausame Tat aufzuklären“, sagt Judith Pein im Namen von PETA. „Tierquälerei ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat nach § 17 des Tierschutzgesetzes und kann mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden.“

Fälle von grausamer Tierquälerei werden täglich in Deutschland aufgedeckt. Psychologen, Gesetzgeber und Gerichte sind sich mittlerweile einig, dass Gewalttaten an Tieren vermehrt Aufmerksamkeit verlangen. Aggressionsforscher Dr. Christoph Paulus von der Universität des Saarlandes dazu: „Geschätzte 80 bis 90 Prozent aller extremen Gewalttäter haben vorher bereits Tiere gequält.“

+++Update+++ Unfall Todesursache, Hund nicht erschossen