Der FC Augsburg war im Schwabenderby in Stuttgart früh in Führung gegangen und verlor am Ende einen Punkt durch einen Treffer in der Nachspielzeit. Der VfB gewann schlussendlich verdient mit 2:1. Ein nicht gegebener Elfmeter sorgte beim FCA für große Verärgerung. Das hatten die Beteiligten nach der Partie zu sagen.

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Jensen war auf einer ungewohnten Position im Einsatz Foto: Sebastian Pfister

 

Florian Niederlechner: „Bis zur Schlussphase war es eine ausgeglichene Partie, in der jedes Team seine Phasen hatte. So waren wir vor allem die 20 Minuten nach der Pause klar dominierend. Am Ende waren wir aber deutlich zu passiv und haben dem Stuttgarter Druck nicht mehr standhalten können. Wir haben es nicht mehr geschafft, für Entlastung zu sorgen und dann dieses Gegentor kassiert. Was mich aber aufregt, ist der nicht gegebene Handelfmeter. Im Spiel hat es der Schiedsrichter gut erklärt, aber wenn ich die Bilder sehe, ist das einfach ein glasklarer Elfmeter. Dann haben wir die Chance, wieder in Führung zu gehen und die Partie läuft anders. Aber es hilft nichts. Nächste Woche wollen wir mit unseren Fans wieder einen Sieg feiern.“

Felix Uduokhai: „Natürlich freue ich mich über mein Comeback, aber Punkte wären mir viel lieber gewesen. Stuttgart hat hintenraus richtig viel Druck gemacht, dem wir nicht mehr standgehalten haben. Dennoch müssen wir hier eigentlich einen Punkt mitnehmen.“

Fredrik Jensen: „Es ist doppelt bitter, dass wir zum einen nicht den Elfmeter bekommen, zum anderen den Gegentreffer in letzter Minute. Leider ist das schon das zweite Spiel in Folge, in dem wir durch späte Gegentore Punkte verlieren. Man muss aber auch sagen, das Tomáš Koubek uns vorher schon mehrfach im Spiel gehalten hat. Die Rechtsverteidiger-Position war ungewohnt für mich, aber ich versuche, überall und immer mein Bestes zu geben. Ich glaube, dass heute für uns alle mehr drin war.“

Luca Pfeiffer (Stuttgart): „Wir sind denkbar schlecht gestartet, haben dann aber eine gute Reaktion gezeigt. Nach der Pause hatten wir schwierige 15 bis 20 Minuten. Danach haben wir uns Chance um Chance erspielt. Es war zu sehen, dass wir immer an den Sieg geglaubt haben. Letztlich ist es ein verdienter Sieg. Das Einzige, was wir uns vorwerfen lassen können, ist, dass wir die Partie nicht früher entschieden haben.“

Waldemar Anton (Stuttgart): „Auch wenn ich direkt nach dem Tor ein paar Minuten gebraucht habe und nicht mehr richtig jubeln konnte, war es ein schöner Moment. Es ist ein verdienter Sieg. Wir hatten eine ganze Reihe guter Chancen. Wir sind schlecht in die Partie gestartet, haben aber nie aufgegeben, zunehmend selbstbewusster gespielt und verdient gewonnen.“

FC Augsburg verliert einen Punkt in Stuttgart in der Nachspielzeit

Enrico Maaßen (Trainer Augsburg): „Ich finde, dass wir gut ins Spiel gekommen sind und nach fünf Minuten ein schönes Tor gemacht haben. Stuttgart hat seine erste gute Möglichkeit zum Ausgleich genutzt. Vor der Halbzeit und nach der Pause waren wir die aktivere Mannschaft, hatten viel Kontrolle und mehrere Situationen im letzten Drittel. Eine Schlüsselaktion war für mich der leider nicht gegebene Elfmeter, meiner Meinung nach war es eine unnatürliche Handbewegung und ein Thema für den Videoassistenten. Das wäre eine große Chance zur Führung gewesen, die uns hier vor vollem Haus gutgetan hätte. Stattdessen kam Stuttgart mit zwei Standardsituationen, die wir auf der Linie klären, wieder zurück ins Spiel, das wir dann nicht mehr eingefangen haben. Durch diese Schlüsselszenen hatte Stuttgart dann die Zuschauer hinter sich. Die große Wucht bei den Eckbällen haben wir bereinigt bekommen und müssen mit einem Punkt zufrieden sein, wenn man diese Möglichkeiten vereitelt. Das zeigt zwar, dass die Mannschaft gewinnen wollte, wir müssen da aber kompakter stehen. Insgesamt ist es ärgerlich, zum zweiten Mal so spät Punkte zu verlieren, das müssen wir besser machen.“

Michael Wimmer (Trainer Stuttgart): „Wir sind schlecht in das Spiel gekommen und obwohl wir uns auf ein körperliches Spiel vorbereitet haben, geht Augsburg nach fünf Minuten 1:0 in Führung. Die erste Halbzeit war insgesamt ausgeglichen, vielleicht hatte Augsburg leichte Vorteilte, das 1:1 zur Pause war aber verdient. In der zweiten Halbzeit war der FCA klar besser, wir haben keinen Zugriff bekommen. Es hat bis zur 65. Minute gedauert, dass es durch den Torschuss von Wataru Endo Klick gemacht hat. Dann haben wir mit Überzeugung nach vorne gespielt, viele Torchancen kreiert und waren bei Standards gefährlich. Mit dem Tor haben wir uns dafür belohnt. Wenn man das Spiel ab der 85. Minute betrachtet, war es ein verdienter Sieg für uns. Bei der Elfmeterentscheidung hätten wir uns nicht beschweren dürfen, wenn es den Strafstoß gibt. Da stimme ich meinem Kollegen zu.“

Quelle: fcaugsburg.de/vfb.de