Am internationalen Welfrauentag: Frauen*streik in auf dem Augsburger Moritzplatz

Am internationalen Frauentag versammelten sich nach Angaben der Initiatoren etwa 500 Menschen zum „Frauen*streik“ auf dem Moritzplatz unter dem Motto „Wenn wir streiken steht die Welt still“.

Das „Frauen*streikkomitee Augsburg“ hatte zum Streik mobilisiert und dazu aufgerufen, jegliche Arbeit niederzulegen. Ganz besonders unbezahlte und unterbezahlte Arbeit im Haushalt, in der Pflege und in der Erziehung. Mit einer Kundgebung und Demonstration wandten sich die Veranstalter*innen insbesondere gegen Diskriminierung von Frauen* und Queers.

„Wir fordern eine geschlechtergerechte Gesellschaft“ sagte Samira Adamek vom Augsburger Frauen*streikkomitee. „Geschlechtergerecht bedeutet eine Wertschätzung unserer Arbeit in Form von gerechter Bezahlung, eine Entlastung durch gerechte Aufteilung der Arbeit im Privaten und eine konsequente Unterstützung Betroffener von Gewalt.“

Viele verschiedene Rednerinnen hatten die Teilnehmenden ab 14 Uhr begrüßt. Unter ihnen Sprecherinnen des Frauenbündnis gegen Rechts, der Verdi Betriebsgruppe Augsburg, dem Augsburger Flüchtlingsrat, dem Liebesrudel, der Deutschen Gesellschaft für Transidentität und Intersexualität Augsburg, den Frauen für den Frieden, dem Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung und weitere Einzelpersonen.

Die Kundgebung wurde musikalisch eingerahmt von Beiträgen des Frauenchors LechCHORallen, der Band Mississippi Isabel und dem Musiker Raffi Platz.

Am Spätnachmittag zog ein Demonstrationszug begleitet von der Trommelparade des Grandhotel Cosmopolis und weiblichen* DJ‘s des City Club Augsburg durch die Augsburger Innenstadt. Für Gemütlichkeit sorgten dieses Mal die Männer* – sie unterstützten den Frauen*streik mit heißer Suppe und Kinderbetreuung.

Zum Abschluss des Streiks tanzten die Teilnehmenden im Rahmen der Kampagne One Billion Rising gemeinsam für ein Ende der Gewalt gegen Frauen* und Mädchen* sowie für Gleichstellung.

„Wir streiken in Augsburg, Deutschland und solidarisch mit allen Frauen* und Queers weltweit. Wir sind viele und wir werden nicht aufhören, für eine geschlechtergerechte Gesellschaft einzutreten!“ so Samira Adamek vom Frauen*streikkomitee Augsburg.