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Amazon-Verteilerzentrum bei Memmingen kommt vorerst nicht

Die Flughafengesellschaft des Allgäu Airport hat kurzfristig ihr Kaufgesuch zurückgezogen, Grundstücke der Gewerbepark am Allgäu Airport GmbH & Co. KG (GAP) auf dem Areal des Flughafens zu erwerben.

Amazon Paket
Symbol-Bild von josemiguels auf Pixabay

Ralf Schmid, Geschäftsführer der Flughafen Memmingen GmbH, informierte die an der GAP beteiligten kommunalen Gebietskörperschaften heute über diese neue Entwicklung. Auf den Grundstücken mit einer Gesamtfläche von rund vier Hektar Fläche hätte ein Verteilzentrum des Online-Handelsunternehmens Amazon eingerichtet werden sollen.

Die Stadt Memmingen verfügt an der GAP über einen Gesellschafteranteil von 13,78 Prozent. Der Memminger Stadtrat hätte in seiner heutigen Plenumssitzung über die Haltung der Stadt Memmingen zu einem möglichen Grundstücksverkauf entschieden. Das Thema wurde nun von der Tagesordnung gestrichen. 

Projekt kann an anderer Stelle kommen

Die Flughafengesellschaft hat das Projekt „Amazon-Verteilerzentrum“ allerdings noch nicht abschließend ad acta gelegt. Das Zentrum könnte nun auf einem anderen Grunstück, welches bereits im Besitz der Gesellschaft ist entstehen.

Immer wieder kritische Stimmen gegen das Projekt

Das Vorhaben war zuletzt immer wieder auf negatives Echo gestoßen. „Amazon verweigert seit Jahren einen Tarifvertrag. Tarifverträge, die für gute Entlohnung und Arbeitsbedingungen sorgen, müssen aber in einer sozialen Martkwirtschaft das Mindestmaß sein und auch die Voraussetzung für eine Ansiedlung in Memmingen. Arbeit um jeden Preis ist nicht erstrebenswert, sondern gute Arbeit, die Menschen auch im Alter davor bewahrt, Grundsicherung beantragen zu müssen. Im Übrigen geht es auch nicht darum, den Online-Versandhandel aufzuhalten, aber es geht darum für faire Wettbewerbsbedingungen zu sorgen, ansonsten bootet man den Einzelhandel aus.“, so die Allgäuer Bundestagsabgeordnete Susanne Ferschl (Linke)

Auch der Memminger Stadtrat Rupert Reisinger sprach sich klar gegen Amazon aus: „In Memmingen ist das Logistikgewerbe stark überrepräsentiert und damit die Löhne im Niedriglohnsektor. Diese Arbeitsplätze fallen im Rahmen von Industrie 4.0 immer mehr als Folge der Automatisierung weg. Jetzt mit diesen Arbeitsplätzen die Amazon-Ansiedlung zu begründen ist eine Ohrfeige für die gering Qualifizierten und noch dazu äußerst kurzfristig gedacht.”