Amberg weist Berichte über patrouillierende Rechtsextreme zurück

Die Stadt Amberg hat Medienberichte über angeblich patrouillierende Rechtsextremisten als Reaktion auf Übergriffe von Asylbewerbern dementiert. „Es hat im Stadtbild nie eine solche Patrouille und auch keine rechte Bürgerwehr gegeben“, sagte Stadtsprecher Thomas Grammel dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Freitagsausgaben). Laut Grammel sind vier Nürnberger Mitglieder der NPD am Sonntag mit dem Zug nach Amberg gekommen, einige Minuten in roten Westen durch die Stadt spaziert und dann wieder mit der Bahn nach Nürnberg zurückgefahren.

dts_image_6330_incaajcrhh_3121_800_600 Amberg weist Berichte über patrouillierende Rechtsextreme zurück Politik & Wirtschaft Überregionale Schlagzeilen Amberg Asylbewerber August Bahn Betrunkene Chemnitz Ende Es Facebook Fotos Innenstadt Junge Männer Mitglieder Neujahr NPD Nürnberg Rechte Rote Sonntag Vorfall Zug | Presse AugsburgRechtsextreme, über dts Nachrichtenagentur

„Anschließend hat sich eine riesige Medienwelle über die Stadt ergossen. Wir werden völlig zu Unrecht als rechte Hochburg stigmatisiert. Hätten Fußballfans randaliert, hätte es keine Berichte gegeben. Über diverse Prügeleien zwischen Deutschen in der Silvesternacht schrieb niemand auch nur eine Zeile“, sagte Grammel dem RND. Hintergrund ist ein Vorfall vom vergangenen Samstag, als vier junge betrunkene Asylbewerber Passanten anpöbelten und zum Teil verprügelten.

Als Reaktion veröffentlichten Nürnberger Mitglieder der NPD Fotos auf Facebook. Sie zeigen vier Personen in roten Schutzwesten, wie sie an Neujahr angeblich durch Amberg zogen. Nach Informationen des RND sind die Nürnberger NPD-Mitglieder bereits seit den Anschlägen von Chemnitz in Erscheinung getreten.

So kursiert seit Ende August ein Internet-Video mit dem Titel „Schutzstreife Nürnberg“ im Netz. Zu sehen ist ein Nürnberger NPD-Parteifunktionär, der wie in Amberg rote Warnwesten mit der Aufschrift „Wir schaffen Schutzzonen“ an vier junge Männer verteilt. Anschließend absolviert die selbst ernannte „Bürgerwehr“ einen kurzen Fußmarsch durch die Innenstadt von Nürnberg und verteilt Broschüren an Passanten.