Ammerseeregion | Gewalttat an Studentin aufgeklärt – Täter von Regionalzug getötet

Am Sonntagmorgen ereignete sich eine Tat, die auch in Augsburg für viel Wut und Gesprächsbedarf gesorgt hatte. In Herrsching von einem Anwohner der Hechendorfer Straße eine lebensgefährlich verletzte 25-jährige Frau aufgefunden worden. Die Verletzte wurde notärztlich versorgt und in einer Münchner Klinik notoperiert. Inzwischen besteht keine Lebensgefahr mehr. 

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Das Tatfahrzeug. Mit diesem PKW wurde die Studentin überfahren.

Bei der Kripo Fürstenfeldbruck wurde eine 16-köpfige Ermittlungsgruppe eingerichtet. Ein Zeugenhinweis, der am Montag Nachmittag bei der Polizei in Herrsching einging, brachte für die Ermittler wesentliche Erkenntnisse, die einen dringenden Tatverdacht für einen 28-jährigen Heizungsbauer aus Herrsching begründen ließen. Gleichzeitig wurde bekannt, dass dieser Mann am Sonntag, 18.05.2014, gegen 12.00 Uhr in München-Trudering von einem Regionalzug erfasst und getötet worden war.

Die Umstände des Zugunfalles sind derzeit noch nicht abschließend geklärt. Auf dem Parkplatz des S-Bahnhofes Gronsdorf, nahe des Zugunfalles, stellten die Beamten einen schwarzen VW Golf sicher, mit dem der 28-Jährige zuletzt unterwegs war. Im und am Fahrzeug fanden sich Gegenstände und Spuren, die eindeutig auf eine Täterschaft des 28-jährigen hindeuten. Die Kripo geht davon aus, dass es sich hier um das Tatfahrzeug handelt.    
     

Eine inzwischen vorläufig vorliegende Auswertung von gesicherten DNASpuren belegen aus Sicht der Ermittler die Täterschaft.

Soweit die Tat selbst bislang rekonstruiert werden konnte, traf der Täter gegen 03.20 Uhr an der Fachhochschule in Herrsching auf sein Opfer, das mit dem Fahrrad von der S-Bahn angekommen war. Er schlug brutal auf die Geschädigte ein, verbrachte sie gewaltsam in sein Auto und fuhr in ein benachbartes Waldstück. Nach weiteren massiven körperlichen und sexuellen Misshandlungen überfuhr der Täter mit seinem Pkw die am Boden liegende Frau. In lebensbedrohlichem Zustand gelang es dem Opfer noch, die Hechendorfer Straße in Herrsching zu erreichen. Innerhalb der Ermittlungsgruppe war große Erleichterung spürbar, als die Mitteilung zum gesicherten Tatnachweis vorlag und damit dieses schreckliche Verbrechen schnell aufgeklärt werden konnte.