Die Absicht des Wohnungskonzerns Vonovia, zur Verringerung des Gasverbrauchs die Heizungstemperatur der Gaszentralheizungen in der Nacht abzusenken, stößt in der Ampelkoalition auf Kritik. „Eine solche Maßnahme . als Wohnungskonzern ohne Beteiligung der Mieter durchzusetzen, halte ich für völlig unangemessen und auch unzulässig“, sagte der Co-Chef der SPD-Linken, Sebastian Roloff, dem „Handelsblatt“ (Montagausgabe).

Auch der FDP-Wohnungspolitiker Daniel Föst sieht das Vorgehen von Vonovia kritisch. „Von einseitigen Maßnahmen der Vermieter halte ich wenig“, sagte Föst dem „Handelsblatt“. „Die Menschen sind meines Erachtens sehr sensibilisiert und sparen Energie.“ Da sei in der jetzigen Situation jeder einzelne gefragt.

Der Grünen-Fraktionsvize Andreas Audretsch sieht beim Energiesparen vor allem die Vermieter in der Verantwortung. „Gerade Wohnungskonzerne mit guten Gewinnen sollten jetzt in Effizienz, Wärmepumpen oder auch Solardächer investieren. Wir müssen weg von Putins dreckiger Energie“, sagte er derselben Zeitung. Der Spitzenverband der deutschen Wohnungswirtschaft GdW befürwortet eine Temperatur-Absenkung: Dies reduziere den Gasverbrauch im Gebäudesektor um bis zu 25 bis 30 Prozent, sagte GdW-Präsident Axel Gedaschko dem „Handelsblatt“.

Statt wie bisher üblich 20 bis 21 Grad vorzuhalten, könnten im Normalfall auch schon freiwillig 18 bis 19 Grad ausreichen.

Foto: Heizung, über dts Nachrichtenagentur

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