Der Präsident des Bundesamtes für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE), Wolfram König, hat sich skeptisch zu längeren Laufzeiten für die drei verbliebenen Atomkraftwerke Neckarwestheim 2, Emsland und Isar 2 oder einem Wiedereinstieg in die Atomenergie geäußert. „Längere Laufzeiten, Streckbetrieb oder Wiedereinstieg – wieviel mehr Atomkraft darf es denn wohl sein“, sagte er dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Donnerstagausgaben).

„In der momentanen Debatte fehlt ein zentraler Aspekt: Wichtigster Maßstab im Umgang mit der Hochrisikotechnologie Atomkraft ist und bleibt die Sicherheit.“ Hier stellten sich etwa zahlreiche Fragen nach der fehlenden periodischen Sicherheitsüberprüfung der noch laufenden Meiler. „Und auch die noch lange Zeit nicht gelöste Endlagerung der hochradioaktiven Atomabfälle – immerhin rund 27.000 Kubikmeter – bleibt bestehen.“ König mahnte: „Reaktorkatastrophen in Tschernobyl und Fukushima haben uns die Zerstörungskraft dieser Energieform gezeigt, und neue Bedrohungsszenarien in Form von kriegerischen Aktivitäten haben wir nahezu live in der Ukraine gerade miterleben müssen. Diesen Gefahren zu begegnen und sie weitestmöglich auszuschließen, ist von überragender Wichtigkeit.“

Foto: Atomkraftwerk, über dts Nachrichtenagentur

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