Bei den European Championships in München gewann Weltmeisterin und Olympiasiegerin Malaika Mihambo am Donnerstag die Silbermedaille im Weitsprung. Nach dem Wettkampf erlitt die 28-Jährige einen Kreislaufkollaps. Wie es Mihambo am Tag danach geht und wie zufrieden sie mit dem zweiten Platz ist, verrät sie im exklusiven RTL/n-tv-Interview.

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Malaika Mihambo | Foto: Marc Mueller/Munich 2022

Malaika Mihambo über…

… ihren Gesundheitszustand am Freitagmittag:

„Mittlerweile geht es mir auf jeden Fall wieder etwas besser. Aber ich merke doch, dass ich gestern Abend an meine Grenzen gestoßen bin und auch darüber hinaus gegangen bin und mich jetzt einfach weiter erholen muss. “

… Ihren Kreislaufkollaps nach dem Wettkampf:

„Ich habe schon am Tag nach der Quali gemerkt, dass ich noch ein bisschen müde bin. Ich war auch am Wettkampftag noch müde und habe gemerkt, ich kann jetzt nicht zu viel machen, sondern muss lieber noch einen Gang runterfahren und weniger machen, um mich dann für den Abend vorzubereiten. Beim Aufwärmen und zu Beginn des Wettkampfes war dann alles in Ordnung. Aber ab Sprung drei habe ich gemerkt, dass es wirklich anstrengend wird. Mir haben die Beine zu kribbeln angefangen und schwerer zu werden. Trotzdem habe ich bei jedem Sprung versucht, an diese 7,06 Meter ranzugehen, mein Bestes zu geben. Es ist natürlich schade, dass es nicht gereicht hat, aber ich bin unheimlich stolz, dass ich so weit gekommen bin.

Nach dem letzten Sprung habe ich gemerkt, dass mir langsam schwindelig wird. Dann noch die Ehrenrunde, da war ich dann einfach platt. Auch weil ich seit meiner Corona-Infektion nie weiter als 400 Meter Joggen war. Mit der Ehrenrunde war das dann alles viel zu viel und dann ging es mir einfach nicht mehr gut. Ich habe keine Luft mehr bekommen, was noch eine Folge von Corona ist. Dann hat mein Kreislauf nicht mehr mitgespielt und es hat dann einige Zeit gedauert, bis ich wieder fit war.“

… ihren Schlaf in der Nacht:

„Leider war ich doch sehr aufgewühlt., weil der Wettkampf an sich aufwühlend war, aber natürlich auch so einen Kreislaufkollaps und Atemnot zu erleben. Das sind natürlich keine schönen Gefühle. Auch das muss man verarbeiten.“

… das Weitsprung-Finale:

„Die Stimmung im Stadion war einfach wahnsinnig. Ich bin sehr froh, dass ich den Wettkampf mitnehmen konnte, dass ich ein Teil davon sein durfte. Die Fans haben wirklich das Stadion kochen lassen, es war eine wunderbare Stimmung. Ich hatte auch das Gefühl, dass sich jeder über jeden Zentimeter freut, den ich erreiche und ob das dann für Gold oder Silber reicht, war dann irgendwie auch egal.“

… die Stadion-Atmosphäre:

„Die habe ich gespürt. Die hat mir sicherlich auch geholfen noch länger durchzuhalten und nicht schon früher aufzugeben, wenn man einfach merkt das der Körper müde ist.“

„Es ist natürlich schade, dass man nicht noch weiter fliegen konnte an dem Tag, weil man das natürlich immer nutzen will, um es noch besser zu machen.“

…zur Goldmedaille von Konstanze Klosterhalfen:

„Ja ich habe den Lauf natürlich mitverfolgt aus dem Stadion. Jedenfalls in Teilen, weil ich ja selbst auch im Wettkampf war. Aber doch ich habe auf jeden Fall mitbekommen, dass sie gewonnen hat und habe mich sehr für sie gefreut.“