Analyse: Arbeitsbelastung im Dienstleistungssektor bleibt hoch

Im Dienstleistungssektor sind Arbeitsstress, Arbeiten trotz Krankheit und atypische Arbeitszeiten weit verbreitet.

Büros (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Das geht aus einer Analyse des DGB-Index Gute Arbeit hervor, die von der Gewerkschaft Verdi durchgeführt wurde. Fast drei Viertel der Beschäftigten arbeiten auch am Wochenende, abends oder in Schichten. Über die Hälfte der Beschäftigten ist von Arbeitshetze und Zeitdruck betroffen. Nur ein Drittel der Beschäftigten geht nie krank zur Arbeit.

Die Hauptgründe für Teilzeitbeschäftigung sind der Analyse zufolge hohe Arbeitsbelastung und Sorgearbeit für Kinder oder pflegebedürftige Angehörige. Frauen arbeiten auch im Dienstleistungssektor häufiger in Teilzeit als Männer. Vereinbarkeitsschwierigkeiten zwischen Privatleben und Arbeit seien weit verbreitet. Über die Hälfte der Beschäftigten im Einzelhandel, Gesundheits- und Sozialwesen sei oft zu erschöpft, um sich nach der Arbeit um private Angelegenheiten zu kümmern.

Spielräume bei der Arbeitszeitgestaltung wirkten sich positiv auf die Arbeitsfähigkeit und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie aus. Diese Spielräume stünden jedoch nicht allen Beschäftigten zur Verfügung. Verdi fordert, die Gestaltungsspielräume für die Beschäftigten zu erweitern und durch kollektive Regelungen abzusichern.

DTS Nachrichtenagentur
DTS Nachrichtenagentur
Autor dieses Artikel ist unser Partner, die dts Nachrichtenagentur.

Meistgelesen

Cyberangriff auf Online-Shop von ROFU – Kundendaten abhanden gekommen

Rheinland-Pfalz – Der Spielwarenhändler ROFU Kinderland Spielwarenhandelsgesellschaft mbH ist...

Augsburg: 29-Jähriger belästigt 16-Jährige in Straßenbahn und verletzt Polizisten bei Festnahme

Am späten Mittwochabend (11. Februar 2026) kam es in...

Polizeibericht Augsburg vom 13.02.2026

Hier lesen Sie den Polizeibericht Augsburg von heute

Olympia 2026 | Sturm setzt Augsburger Zeichen – Eishockey-Deutschland erfolgreich gestartet

Beim Auftakt des olympischen Eishockeyturniers von Milano und Cortina gab es aus schwäbischer Sicht ein schönes Detail zu entdecken: Der Augsburger NHL-Profi Nico Sturm läuft mit der Rückennummer 78 auf – eine bewusste Hommage an das Gründungsjahr seines Heimatvereins, des Augsburger EV.

Neueste Artikel