Angels Nördlingen entscheiden kampfbetontes Match gegen Alba Berlin für sich

Ein großer Name im deutschen Basketball und eine absolute Premiere stand den Eigner Angels Nördlingen am Sonntag Nachmittag ins Haus. Alba Berlin, seines Zeichens Aufsteiger in die 1.Liga gab sich die Ehre, und lieferte ein kampfbetontes Match ab, musste aber am Ende den routinierteren Angels mit 74:63 das Erfolgserlebnis überlassen.

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Angels Topstar Sami Hill schien überall zu sein, in der Verteidigung, beim Ballvortrag und natürlich auch beim Sccoring. 16 Punkte trug sie zum Sieg gegen Alba Berlin bei. | Bild: Jochen Aumann

Die mit der Bahn angereisten Berliner, Rieser wissen was das bedeutet, zeigten sich gleich zu Beginn der Partie etwas überfordert mit der aggressiven Verteidigung der Angels. Kaum einmal bekamen Golisch und Co freie Wurfchancen, während die Eigner-Mädels einen Steal nach dem anderen in Punkte ummünzten. Mit dem 20:11 nach einem Viertel waren die Gäste sogar noch gut bedient.

Im zweiten Quartal übernahm Berlins Topscorerin Grigoleit Verantwortung in deren Offense und brachte die Gäste wieder auf Tuchfühlung. Die Führung der Angels wäre weit deutlicher ausgefallen, wenn man die toll herausgespielten vermeintlich leichten Würfe hochprozentiger verwertet hätte. Dennoch nahm Angels-Topstar Sami Hill mit ihrem Team eine 35:27-Führung mit in die Kabine. Sorgenfalten hatte Coach Imreh nicht wegen des Spielverlaufs, sondern eher wegen der drei Fouls von Elina Koskimies und der Knieverletzung von Julia Ruzevich, die nicht mehr eingesetzt werden konnte.

Tatsächlich entdeckte Alba im dritten Viertel die Waffen der Angels. Durch aggressive Verteidigungsarbeit und Doppeln an der ballführenden Spielerin erzielten die Gäste eine Reihe von Ballgewinnen und verunsicherten die Gastgeberinnen derart, dass man am Ende des dritten Viertels den 48:48-Ausgleich hinnehmen musste. Zum Start des letzten Abschnitts war beim 51:51 alles offen und etliches sprach für die Gäste, die nicht nur das Momentum für sich hatten, sondern auch auf eine deutlich größere Rotation zurückgreifen konnten und deshalb auch weniger foulbelastet waren.

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Doch die Angels mobilisierten noch einmal alle Kräfte und ließen Berlin nicht in Führung gehen. Anissa Pounds stellte vor den Augen des finnischen Bundestrainers mit zwei Dreiern die Zeichen auf Sieg und als Laken James noch einen weiteren hinterherschickte, war der Widerstand Berlins gebrochen. Die Angels hatten kurz gewankt, doch sie fielen nicht. Am Ende gelang der ach so herbeigesehnte erste Heimsieg mit 74:63 sogar deutlicher als es der Matchverlauf gewesen wäre. Gleich am nächsten Wochenende folgt das nächste Heimspiel in der Hermann-Keßler-Halle.

Eigner Angels Nördlingen: Laken James (9, 1 Dreier), Lena Graf (n.e.), Olena Vasylenko, Elina Koskimies (13, 3 Dreier), Sami Hill (16), Johanna Klug (8, 13 Rebounds), Mariam Haslé-Lagemann (4), Anissa Pounds (20, 4 Dreier), Lucy Michel (n.e.), Lea Favre (4), Julia Ruzevich.

Kurt Wittmann